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Donnerstag, 18. Oktober 2012

“Sadaqa Allahul ‘Adhim” nach Quran-Rezitation zu sagen


Frage:
Was ist das Urteil darüber, nach dem Rezitieren des Koran “Sadaqa Allahul ‘Adhim” zu sagen?
Antwort:
Es ist eine Bid’ah (religiöse Neuerung) nach dem Rezitieren des Quran “Sadaqa Allahul ‘Adhim” zu sagen. Weder der Prophet sallallahu alaihi wa sallam, noch die rechtschaffenen Khalifen und Sahaba haben dies praktiziert. Auch von den Salaf, rahimahumullah ist dies nicht bekannt. Und sie waren diejenigen, die es pflegten, den Quran sehr oft zu rezitieren. Ihr Wissen über den Quran ist mächtig.
Der Prophet sallallahu alaihi wa sallam sagte: “Wer auch immer etwas in diese Religion einführt, wird abgelehnt.” (Bukhari und Muslim) und “Wer auch immer diese Religion mit einer Tat praktiziert, die keine Basis hat, wird abgelehnt.” (Muslim)
Scheikh Abdulaziz bin Baz, rahimahullah
Fataawa al-Lajnatu’d-Daima 1/4/150

Die korrekte Antwort auf “JazakAllahu khayran”


بسم الله الرحمن الرحيم
;الحمد لله رب العالمين وصلى الله وسلم على نبينا محمد وعلى آله وأصحابه ومن اهتدى بهديه إلى يوم الدين أما بعد
السلام عليكم ورحمة الله وبركاته
Der Gesandte Allahs صلى الله عليه وسلم sagte: “Wenn jemand, dem ein Gefallen getan wurde, Jazaak Allaahu khayran(möge Allah dich mit Gutem belohnen) sagt, dann hat er ihm den größtmöglichen Dank ausgesprochen.
[Überliefert von At-Tirmidhi, 2035, von Al-Albaani in Sahih At-Tirmidhi als sahih klassifiziert]
Es ist Sunnah, جزاك الله خيرا (Jazak Allaahu khair) zu sagen. Aber wir sehen, dass einige Leute nur “Jazak-Allaah” oder Jazaks oder JZK sagen – was keine Bedeutung hat. Also haltet euch an die Sunnah und vermeidet es, darin zu versagen.

Die beste Antwort auf “JazakAllahu khayr”:

Wa Antum fa Jazakumullahu khayran“, was “Und dich auch, möge Allah dich auch mit Gutem belohnen.”
Als Usayd ibn Hadayr رضي الله عنه zum Propheten صلى الله عليه وسلم sagte: “O Gesandter Allahs, جزاك الله خيرا(Jazak’allahu khayran)!”, sagte der Prophet: “وَأَنْتُمْ فَجَزَاكُمُ اللَّهُ خَيْرًا (Wa Antum Fa Jazakumullahu khayran … (Und dich auch, möge Allah dich auch mit Gutem belohnen!).”
[Albaani hat gesagt, dass dieser Hadith sahih ist, in as-Saheeha 3096, al-Ta'leeqaatul hisaan al Saheeh ibn Hibbaan 6231]
Es gibt keinen authentischen Hadith, dass der Prophet صلى الله عليه وسلم mit “Wa iyyakum (وإياكم)” antwortete, was bedeutet: “Und dir auch Gutes.” Die korrekte Sunnah ist es, mit “Wa Antum fa Jazakumullahu khayran.” zu antworten. Lasst uns diese Sunnah in unseren Leben wieder aufleben lassen, in schaa Allah, und andere ermutigen, dies ebenfalls zu tun.

Weinen aufgrund von Krankheit


Frage:
Ich bin krank und manchmal weine ich wegen dem, was mir aufgrund meiner Krankheit passiert. Wird dieses Weinen als Akt des Widerstands gegenüber Allah und Unzufriedenheit mit dem, was Er bestimmt hat, erachtet?
Ich begehe dies nicht vorsätzlich. Ist es verwerflich, wenn ich mit meinen Verwandten spreche und ihnen von meiner Krankheit erzähle?
Antwort:
Es ist nicht schlimm zu weinen, wenn einfach nur die Augen tränen, ohne lautes Wehklagen. Dies hat seine Grundlage in der Aussage des Propheten (sallAllahu alayhi wa sallam) , als sein Sohn Ibrahim starb: „Das Auge tränt, das Herz trauert, aber wir sagen nichts, als das, was unserem Herrn gefällt. Ibrahim, wir sind über dein Verscheiden sicherlich traurig.“ (Al-Bukhari und Muslim)
Ahadith mit dieser Bedeutung gibt es viele.
Es schadet auch nicht, wenn Sie mit Ihren Verwandten und Freunden über ihre Krankheit sprechen, so lange Sie Allah (subhana wa ta’ala) preisen, Ihm danken und Ihn loben, und Ihn um Gesundheit bitten, indem Sie die erlaubten Mittel befolgen. Ich rate Ihnen, Geduld zu bewahren und auf Allahs Belohnung zu hoffen. Ich gebe Ihnen frohe Botschaft, denn Allah (subhana wa ta’ala) sagte: {Gewiss, den Sabirun wird ihr Lohn ohne Berechnung in vollem Maß zukommen.} (Sura 39, Ayah 10)
Der Prophet (sallAllahu alayhi wa sallam) sagte auch: „Ein Muslim wird nicht von einer Müdigkeit, Sorge, Krankheit, Traurigkeit oder Verletzung heimgesucht, selbst wenn er von einem Dorn gestochen wird, ohne dass Allah (subhana wa ta’ala) ihm dafür einiger seiner Sünden tilgt.“ (Al-Bukhari. Muslim berichtet Ähnliches)
Der Gesandte Allahs (sallAllahu alayhi wa sallam) sagte auch: „Wenn Allah (subhana wa ta’ala) für jemanden Gutes will, betrübt Er ihn mit Prüfungen.“ (Al-Bukhari)
Wir bitten Allah (‘azza wa jall) , Ihnen Heilung und Gesundheit zu gewähren, ebenso Güte des Herzens und der Taten. Wahrlich, Er ist Der Allhörende, Der Antwortende.
Scheikh Ibn Baz, rahimahullah
Fataawa al-Mar´ah – 13. Frage

Das freiwillige Fasten, wenn man noch Tage vom Ramadan schuldet


Frage:
Ist es mir erlaubt, die sechs Tage des Shawwals mit der gleichen Absicht wie für das Nachholen der Tage, die ich wegen meiner Periode im Ramadan nicht gefastet habe, zu fasten?
Antwort:
Wer den Tag von ‘Arafah (oder den Tag von ‘Ashura) fastet, aber noch immer Tage vom Ramadan schuldig ist, dessen Fasten ist gültig.
Aber wenn er die Absicht hat, diesen Tag zu fasten, um einen versäumten Fastentag von Ramadan nachzuholen, dann wird er zwei Belohnungen erhalten: die Belohnung des Fastens vom Tag von ‘Arafah (oder ‘Ashura), gemeinsam mit der Belohnung für das Nachholen des Fastens. Dies bezieht sich auf allgemeines freiwilliges Fasten, das nicht in Verbindung mit Ramadan steht.
Betreffend dem Fasten von den sechs Tagen des Schawwals, so stehen diese in Verbindung mit Ramadan, und können nur gefastet werden, nachdem man das versäumte Fasten vom Ramadan nachgeholt hat. Wenn er sie fastet, bevor er das versäumte Fasten von Ramadan nachgeholt hat, dann wird er diese Belohnung nicht erlangen, da der Prophet (sallAllahu alahi wa sallam) sagte: “Wer Ramadan fastet und ihm dann mit sechs Tagen von Shawwal folgt, es wird sein, als ob er ein Jahr lang gefastet hat.” (Muslim Nr. 1164)
Es ist bekannt, dass derjenige, der noch Fastentage vom Ramadan schuldig ist, Ramadan nicht gefastet hat, bis er die versäumten Tage nachholt.
Sheikh Ibn ‘Uthaymin
Fataawa al-Siyaam, S.438

Montag, 15. Oktober 2012

Dhul Hijjah steht vor der Tür! Alles über Dhul Hijjah und Yaumul-Arafat!

Asalamu alaikum liebe Geschwister

Der gesegnete Monat Dhul Hijjah steht mal wieder vor der Tür.  In diesem gesegneten Monat stehen einige Sunnah-Praktiken an, die wir uns nicht entgehen lassen sollten. Hier einige interessante Artikel über Dhul Hijjah und Yaumul Arafat:

Der hohe Stellenwert der Zehn Tage des Monats Dhû Al-Hiddscha – Teil 1

Der hohe Stellenwert dieser Tage ist mehrfach durch Qurân und Hadîthe belegt und zeigt sich auch an den besonderen Ereignissen, die in diesen Tagen stattfinden. Insgesamt finden sich folgende Belege für ihren besonderen Rang:
Allâh, der über alles Erhabene, sagte:„Bei der Morgendämmerung und den zehn Nächten“ (Sûra 89:1-2) Einige Gelehrte sagten, „Es sind die zehn Tage des Dhû Al-Hiddscha.“ Diese Meinung ist mit aller Wahrscheinlichkeit richtig. Eine eindeutige Zuordnung dieser im Qurân erwähnten Nächte seitens des Propheten  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken  gibt es allerdings nicht.
1. Der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken  bezeugte allerdings, dass es sich hierbei um die Nächte mit dem höchsten Stellenwert im Diesseits handelt. Der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken  sagte in einem von vielen Hadîthen: „Es gibt keine Tage, an denen Allâh die guten Taten mehr liebt, als an diesen zehn Tagen.“ Da sagten die Gefährten möge Allah mit ihnen allen zufrieden sein : „O Gesandter Allâhs! Auch nicht der Dschihâd auf dem Wege Allâhs?“ Da erwiderte der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken „Auch nicht der Dschihâd auf dem Wege Allâhs. Außer einem Mann, der mit seiner Seele und seinem Vermögen zum Dschihâd auszieht und mit nichts davon zurückkehrt.“
In einem weiteren Hadîth sagte er: „Es gibt keine anderen Tage, an denen Allâh die guten Taten mehr liebt als an diesen zehn Tagen, so gedenkt Allâh vermehrt durch Tahlîl (das Aussprechen von: Lâ Ilâha illa Allâh…), Takbîr (das Aussprechen von: Allâhu Akbar) und Tahmîd (das Aussprechen von: Alhamdulillâh).“
Diese beiden Hadîthe besagen, „dass jeder einzelne dieser zehn Tage einen höheren Stellenwert hat als ein gewöhnlicher anderer Tag des Jahres, gleich ob es ein Freitag ist oder nicht. Ein Freitag in diesen zehn Tagen hat wiederum einen höheren Stellenwert als ein Freitag im restlichen Jahr, da er dann in zweierlei Hinsicht einen besonderen Rang hat.“
2. Der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken  ermunterte seine Gefährten möge Allah mit ihnen allen zufrieden sein dazu an diesen Tagen vermehrt gute Taten zu verrichten und den Tahlîl und Takbîr häufiger zu sprechen.
3. In diesen Tagen ist auch der Tag von ´Arafa und der Tag des Opferfests.
4. An diesen Tagen verrichtet man die edelsten Anbetungsformen, und zwar: Beten, Fasten (für Nicht-Pilgerfahrt), das Geben von Almosen und den Haddsch. Die Gelegenheit zu so vielen edlen Taten hat man an anderen Tag nicht.

Nun folgt eine Auflistung der guten Taten, die man in diesen zehn Tagen verrichten sollte:


Freitag, 5. Oktober 2012

Eine Familie aus Kosovo braucht eure Hilfe


Ich habe dieses Thema aufgemacht um auf die missliche Lage der Familie Haziri aus dem Kosovo aufmerksam zu machen.
Zuvor lebten sie in der Hauptstadt Prishtina in Baracken. Nun sind sie in das etwa 5 Kilometer entfernte Fushe-Kosova umgesiedelt (auf Druck der Behörden).


Shpejtim Haziri schildert ihre Lage:
“Ich komme ursprünglich aus Prishtina und bin nun nach Fushe-Kosova umgesiedelt. In Prishtina lebten wir in einigen Baracken. Hier in Fushe-Kosova leben wir in einem fremden Haus. Wir haben kein eigenes Haus. Bitte helft uns!”
Die Geschichte dieser gläubigen Familie hat bereits Herzen berührt und einige Brüder haben sich entschlossen der Familie ein Haus zu bauen. Nun fehlt es ihnen allerdings an finanziellen Mitteln und sie baten mich euch über die Lage dieser in Not lebenden Familie zu berichten und euch zu bitten für sie zu Spenden.

Hiermit rufe ich die Geschwister auf für diese Familie zu spenden. Und bei Allah der Herbst und der Winter sind nah….
Also falls jemand Interesse hat dieser Familie zu helfen kann die Kontodaten InshAllah hier bekommen:
(fatatalkhayr@hotmail.de)
 oder über das Forum Ahlu-Sunnah.com 
Die Brüder erhalten diese dort über PM.
Die Schwestern melden sich bitte bei den Moderatorinnen.
Wer nun im Gewicht eines Stäubchens Gutes tut, wird es sehen. Und wer im Gewicht eines Stäubchens Böses tut, wird es sehen. [99, 7-8]

Quelle: fataatalkhayr.wordpress.com




Donnerstag, 4. Oktober 2012

Kennen Teufel und Engel die Gedanken der Menschen?




      Kennen Teufel und Engel die Absichten und Gedanken der
      Menschen?


      Scheikh al-Islam ibn Taymiyah (rahimahullah) sagte:

      „Sie (die Engel) vernehmen einen guten Geruch (wenn der
      Mensch über eine gute Tat nachdenkt, wie von Sufyan ibn
      ‘Uyaynah berichtet wurde) oder einen schlechten Geruch. Doch
      die Teufel brauchen einen solchen Geruch nicht, um Bescheid
      zu wissen. Sie wissen, was im Herzen des Sohnes von Adam ist,
      und sie sehen und hören, was er zu sich selbst sagt.

      Weiterhin hat der Satan Einblick in das Herz des Menschen,
      denn wenn dieser Allahs gedenkt, dann zieht er sich zurück,
      und wenn er es vernachlässigt, Allahs zu gedenken, dann
      flüstert er ihm ein. Er weiß, ob der Mensch Allahs gedenkt
      oder es vernachlässigt, und er kennt die Gelüste und
      Begierden seines Herzen und lässt sie ihm attraktiv
      erscheinen.


      Es ist in al-Sahih belegt, in dem Hadith von Safiyyah
      (radiAllahu anha), dass der Prophet (sallAllahu alayhi wa
      sallam) sagte: „Der Schaytan fließt durch den Sohn Adams wie
      dessen Blut.“

      Die Nähe der Engel und des Schaytan zum Herzen des Sohnes von
      Adam ist etwas, das durch viele Überlieferungen bestätigt
      wird, sei der Mensch nun ein Mu'min oder nicht.“


      Majmu’ al-Fatawa, 5/508


      Scheikh ibn Baz (rahimahullah) wurde in einer längeren
      Fragestellung gefragt:

      „Wenn ich im Herzen etwas Gutes zu tun beabsichtige, weiß der
      Schaytan dann davon und versucht mich abzuhalten?“


      Er antwortete:

      „Jeder Mensch hat einen Teufel und einen Engel bei sich, wie
      der Prophet (sallAllahu alayhi wa sallam) sagte: ‘Es gibt
      niemanden, der nicht einen Gefährten von den Jinn und einen
      Gefährten von den Engeln bei sich hat.’ Die Leute fragten:
      ‘Selbst du, oh Gesandter Allahs?’ Er antwortete: ‘Selbst ich,
      doch Allah half mir und er wurde Muslim (oder: und ich bin
      sicher vor ihm), sodass er mich nur zum Guten aufruft.’


      Und er (sallAllahu alayhi wa sallam) informierte uns darüber,
      dass der Schaytan dem Menschen Übles einflüstert und ihn zum
      Schlechten aufruft und dass er Aufsicht über sein Herz hat.
      Er kann – durch Allahs Willen – sehen, was der Mensch will
      und beabsichtigt an guten und schlechten Taten. Der Engel hat
      auch etwas Kontrolle über sein Herz, wodurch er sich dem
      Guten zuneigt. Diese Kontrolle ist etwas, das Allah ihnen
      gegeben hat, d. h., Er hat den Gefährten von den Jinn und von
      den Engeln etwas Macht gegeben. Selbst der Prophet
      (sallAllahu alayhi wa sallam) hatte einen Schaytan bei sich,
      nämlich den Gefährten von den Jinn, wie in dem vorherigen
      Hadith erwähnt wurde.


      Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass jeder Mensch einen
      Gefährten von den Engeln und einen Gefährten von den Satanen
      bei sich hat. Der Mu‘min unterdrückt seinen Schaytan, indem
      er Allah gehorsam ist und sich an Seine Religion hält, und er
      erniedrigt seinen Schaytaan, bis dieser schwach wird und ihn
      nicht mehr vom Verrichten guter Dinge abhalten oder ihn zum
      Übel verführen kann außer dem, was Allah will. Doch der
      Sünder hilft seinem Schaytan durch seine Sünden und
      schlechten Taten, bis der Schaytan stark genug ist, um ihn
      zum falschen Weg zu verleiten, und ihn ermutigt, damit
      fortzufahren, und ihn abhält, Gutes zu tun.


      Der Mu'min muss Allah fürchten und sich darum bemühen, dem
      Schaytan zu widerstehen, indem er Allah und Seinem Gesandten
      gehorcht und bei Allah Zuflucht sucht vor dem Schaytan. Er
      sollte sich auch darum bemühen, seinen Engel im Gehorsam
      Allah und Seinem Gesandten gegenüber zu unterstützen und den
      Befehlen Allahs Folge zu leisten.“


      Fatawa al-Scheikh ibn Baz, 9/369
   
 



















Mittwoch, 3. Oktober 2012

Fatwa: Mein Bruder will nicht, dass ich einen Tunesier heirate


Frage

 Ich bin Marokkanerin und mein Bruder weigert sich mit mir zu sprechen, seitdem ich einen Tunesier heiraten wollte. Er behauptet, dass er nicht mehr mein Bruder sei, und sagt, dass er alle Beziehungen zu mir abbrechen werde. Ich verstehe sein Verhalten nicht. Was sagt der Islâm dazu? Und was soll ich tun? Bitte helft mir, möge Allâh euch belohnen!

Antwort

Der Lobpreis ist Allâhs! Möge Allâh Seinen Gesandten in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken!

Und nun zur Frage:

Einem Vormund steht es nicht zu, eine Frau von der Heirat abzuhalten, wenn irgendein Geeigneter um deren Hand anhält. Eine unterschiedliche Sippe oder eine unterschiedliche Staatsangehörigkeit gelten nicht als ausreichende Begründung für eine Ablehnung, es sei denn, der Vormund hat einen Beweggrund für die Ablehnung der Heirat, und zwar einen klaren Nutzen für die Frau, wenn er ablehnt.

Wir raten dem erwähnten Bruder, ob er nun Vormund seiner Schwester ist oder nicht, dass er Allâh, den Erhabenen, fürchtet und die Dinge nach dem Islâm und nicht nach seiner Neigung und dem Nationalgefühl beurteilt. Wenn der Mann, der sich um die Heirat seiner Schwester bewirbt, geeignet für seine Schwester ist (mit "geeignet" ist nach Meinung der Gelehrten die Religion gemeint) und religiös und charaktervoll ist, soll er ihn akzeptieren. Der Prophet warnte vor der Zurückweisung desjenigen, der um Heirat bittet, wenn er religiös ist und gute Umgangsformen hat.

Wenn dieser Mann aber ein Frevler ist, dann ist er einer frommen Frau nicht ebenbürtig. Man darf dann Einspruch gegen diese Heirat einlegen. In diesem Fall raten wir der fragenden Schwester die Heirat mit diesem Mann abzulehnen und dabei ihrem Bruder Folge zu leisten.

Auf jeden Fall wollen wir hier zwei Dinge hervorheben:

Erstens: Es ist einer Frau nicht erlaubt, sich selbst zu verheiraten, vielmehr muss sie ihr nächster Vormund verheiraten. Wenn ihr Vormund sie von der Heirat abhält, dann steht es ihr zu, sich mit ihrem Fall zu einem islamischen Richter zu begeben.

Zweitens: Dem Bruder steht es nicht zu, seine Beziehung zu seiner Schwester abzubrechen, denn das Zerschneiden von Verwandtschaftsbanden gehört zu den großen Sünden. Der gegen das Verwandtschaftsverhältnis Verstoßende ist davon bedroht, dass er vom Betreten des Paradieses abgehalten wird und seine Beziehung zu Allâh – Allâh behüte! – abgebrochen wird. Wir raten allen Allâh zu fürchten, keinen Verstoß gegen die von Allâh festgesetzten Grenzen und keine Überbewertung der Probleme an. Diskussion und Verständigung sollen als Mittel zur Lösung dieses Problems dienen.

Allâh weiß es am besten.

Quelle: islamweb.net

Fatwa über die Beschneidung von Männern und Frauen





Über die Beschneidung bei Männern und Frauen
Frage: 

Könnt ihr mir sagen, was genau die Beschneidung ist, wo und wie sie gemacht wird? 

Antwort: 

Preis sei Allâh. 

Ibn Al-Qayyim ® hat ein sehr nützliches Buch über islamische Regeln bezüglich Neugeborener geschrieben. Es heißt Tuhfat Al-Maudûd fi Ahkâm Al-Maulûd. Dort ist ein ausführliches Kapitel über die Beschneidung und die entsprechenden Regeln aufgeführt. Das Folgende ist eine Zusammenfassung davon mit zusätzlichen Kommentaren einiger Gelehrter. 

1. Die Bedeutung der Beschneidung (Khitân) 
Khitân als Nomen beschreibt die Arbeit desjenigen, der eine Beschneidung durchführt (Khâtin). Es wird auch benutzt, um den Ort der Beschneidung zu spezifizieren, wie in dem Hadîth: „Wenn die beiden beschnittenen Teile (Al-Khitânân) sich berühren, wird Ghusl nötig.“ 
Bei Frauen verwendet man das Wort Khafad. Bei Männern nennt man es manchmal I’dhâr. Den Unbeschnittenen bezeichnet man als Aghlaf oder Aqlaf. (Tuhfat Al-Maulûd, 1/152). 

2. Die Beschneidung ist die Sunnah von Ibrâhîm und der Propheten nach ihm 

Al-Bukhâri (Nr. 629Cool und Muslim (2370) überliefern von Abu Hurairah (r.a.), dass der Gesandte Allâhs (a.s.s.) sagte: „Ibrâhîm (a.s.) vollzog für sich die Beschneidung, als er im Alter von achtzig Jahren war, und bediente sich dazu der Axt." 
Die Axt (Al-Qadûm) ist das Werkzeug eines Zimmermanns. Es wird auch gesagt, daß Al-Qadûm ein Ort in Syrien ist. 

Al-Hâfiz Ibn Hajar sagte: „Es liegt am nächsten, dass der Hadîth sich auf das Werkzeug bezieht. Abu Ya’la überliefert von ´Ali ibn Rabâh: ‚Ibrâhîm wurde befohlen, die Beschneidung bei sich selbst vorzunehmen. Er führte sie mit einer Axt durch, was ihm große Schmerzen verursachte. Dann offenbarte Allâh ihm die Worte: ‚Du beeiltest dich, es auszuführen, bevor Wir dir sagten, welches Werkzeug du benutzen sollst.’ Er antwortete: ‚Oh Herr, ich wollte die Ausführung deines Befehls nicht hinauszögern.’“ 

Ibn Al-Qayyim sagte: „Die Beschneidung war einer der Prüfungen Allâhs für Ibrâhîm, seinen erwählten Freund. Er bestand sie mit Bravour, und so machte Allâh ihn zu einem Führer für die Menschheit. Es wird überliefert, dass er der erste war, der beschnitten wurde, wie oben dargelegt. In beiden Sahîh-Werken wird gesagt, dass er die Beschneidung bei sich im Alter von 80 Jahren vornahm. Nach ihm wurde die Beschneidung zu einer Praxis unter den Gesandten und ihren Anhängern, selbst dem Messias. Er wurde beschnitten und die Christen bestätigen dies ohne es zu bestreiten. Genauso gestehen sie ein, dass ihm Schweinefleisch verboten war.“ (Tuhfat Al-Maulûd, Seite 158-159). 

Die Gelehrten sind jedoch unterschiedlicher Ansicht, ob die Beschneidung Pflicht oder empfohlen ist. 

Schaikh Ibn ´Uhtaimîn ® sagte: „Die korrekteste Meinung besagt, dass es für Männer Pflicht ist und für Frauen eine Sunnah. Der Unterschied zwischen beiden ist, dass es im Falle der Männer einem Zweck dient, der mit einer Bedingung für das Gebet zusammenhängt, nämlich dem Zustand der Reinheit. Denn wenn Urin aus der Harnröhre austritt, sammelt sich ein Teil davon unter der Vorhaut, was Infektionen verursachen kann durch körperliche Bewegung des Mannes. Und wenn die Vorhaut zusammengedrückt wird, kommen einige Tropfen Urin heraus, die Najâsah (Unreinheit) verursachen. Bei Frauen dient es einem nützlichen Zweck, nämlich die Begierde zu zügeln. Hier geht es darum, sich selbst zu vervollkommnen und nicht darum, etwas Schädliches zu vermeiden.“ (Asch-Scharh Al-Mumti’, 1/133-134). 

Das war auch die Ansicht von Imâm Ahmad ®. Ibn Qudâmah sagte in Al-Mughni (1/115): „Die Beschneidung ist für Männer Pflicht und für Frauen empfohlen. Für sie ist sie nicht verpflichtend.“ 
3. Wie die Beschneidung durchgeführt wird 

Ibn Al-Qayyim sagte: „Abu Al-Barakât schrieb in seinem Buch Al-Ghâyah: ‚Bei der Beschneidung wird beim Mann die Haut an der Spitze des Penis (Vorhaut) entfernt. Wenn er sie nur größtenteils entfernt, ist das in Ordnung. Es ist empfohlen, Frauen zu beschneiden, vorausgesetzt, dass dies nicht in extremer Weise geschieht. Von ´Umar wird überliefert, dass er zu einer Frau, die anderen Frauen beschnitt, sagte: ‚Lass einen Teil, wenn du beschneidest.’ Al-Khallâh sagte in Jâmi’: ‚Was bei der Beschneidung entfernt wird: Muhammad ibn Al-Husain sagte mir, dass Fadl ibn Ziyâd ihnen sagte: ‚Als Ahmad gefragt wurde, wieviel bei der Beschneidung entfernt werden soll, antwortete er: ‚Bis die Eichel sichtbar wird.’’’“ 

Ibn As-Sabbâgh schrieb in Asch-Schâmil: „Der Mann muss die Haut an der Spitze des Penis ganz entfernen, bis die Eichel vollständig sichtbar wird. Bei der Frau sollte die Haut, die etwas wie ein Hahnenkamm aussieht, zwischen den beiden Schamlippen vorne an der Vagina beschnitten werden. Bei der Beschneidung sollte der Rumpf wie eine Dattelkern gelassen werden.“ 

An-Nawawi sagte: „Die bekannteste Ansicht, die auch die korrekte ist, besagt, dass alles, was die Eichel bedeckt, entfernt werden muß.” (Al-Majmû’, 1/351). 

Al-Juwaini sagte: „Der Hadîth zeigt, dass [bei einer Frau] nicht zuviel entfernt werden sollte, denn er sagte: ‚Laß noch etwas vorstehen und übertreibe nicht bei der Beschneidung.’“ (Tuhfat Al-Maudûd, 190-192). 

Zusammengefasst sollte bei Männern die gesamte Haut an der Spitze des Penis entfernt werden, bei Frauen nur der Teil der Haut, die wie ein Hahnenkamm aussieht, an der Spitze der Vagina. 

4. Die Weisheit hinter der Beschneidung 

Männer können sich unmöglich von Urin komplett rein halten, solange sie nicht beschnitten sind, denn einige Tropfen sammeln sich unter der Vorhaut und man kann nie sicher sein, dass nicht etwas heraustropft und Kleidung und Körper verunreinigt. Daher war ´Abdullâh ibn ´Abbâs sehr streng bei der Frage der Beschneidung. Imâm Ahmad sagte: „´Ibn Abbâs war sehr hart in dieser Angelegenheit. Von ihm wird überliefert, dass es kein Hajj und Gebet für ihn gibt, d.h. wenn jemand nicht beschnitten ist, sind seine Hajj und sein Gebet ungültig.“ (Al-Mughni, 1/115). 

Bei Frauen liegt die Weisheit darin, ihre Begierde zu mäßigen. Schaikh Al-Islam Ibn Taimiyyah ® wurde danach gefragt, ob Frauen beschnitten werden sollten oder nicht. Er antwortete: „Ja, sie sollten beschnitten werden, d.h. dass die Spitze der Haut, die wie ein Hahnenkamm aussieht, entfernt wird. Der Gesandte Allâhs (a.s.s.) sagte zu der Frau, die Beschneidungen [bei anderen Frauen] durchgeführt hat: ‚Lass noch etwas herausgucken und übertreibe nicht bei der Beschneidung. Das lässt ihr Gesicht strahlender aussehen und gefällt eher ihrem Mann.’ Denn der Zweck der Beschneidung bei Männern liegt darin, sich von Unreinheiten fernzuhalten, die sich unter der Vorhaut ansammeln können. Bei Frauen dient die Bescheidung dazu, ihre Begierde zu mäßigen, denn wenn eine Frau nicht beschnitten ist, ist ihr Verlangen stark. Daher werden die Worte ‚Oh Sohn einer unbeschnittenen Frau’ als Beleidigung benutzt, weil eine unbeschnittene Frau ein stärkeres Verlangen hat. Daher ist unmoralisches Verhalten unter den Frauen der Tataren und anderen weit verbreitet, was bei den muslimischen Frauen nicht zu finden ist. Wird bei der Beschneidung übertrieben, wird das Verlangen an sich stark geschwächt, was die Männer unzufrieden machen wird. Führt man sie aber maßvoll durch, wird das angestrebte Ziel erreicht, nämlich die Zügelung der Begierde. Und Allâh weiß es am besten.” (Majmû’ Al-Fatâwa, 21/114). 

5. Es ist erlaubt, für die Beschneidung Geld zu bezahlen 

Ibn Qudâmah sagte: „Es ist erlaubt, für die Beschneidung und medizinische Behandlungen zu bezahlen. Wir wüßten von keiner anderen Meinung in dieser Frage, da es eine notwendige und in der Scharî’ah erlaubt Sache darstellt. Deswegen kann man Geld dafür bezahlen, wie für jede andere erlaubte Tat auch.“ (Al-Mughni, 5/314). 

Quelle: http://www.islam-qa.com/en/ref/9412/circumcision

ahlu-sunnah.com

Donnerstag, 20. September 2012

Fatwa bezügl. Demonstrationen zur Verteidigung der Ehre des Gesandten Allahs (saws)

Bezüglich der derzeitigen Vorkommnisse möchte ich gern eine aktuelle und explizit auf diese Situation bezogene Fatwa aufzeigen, die vom Mufti der Jamaa’ah al-Islaamiyyah in Ägypten stammt, nämlich von Sheikh ‘Abd al-Akhir. Dieser Sheikh ist nicht nur ein studierter und anerkannter Alim, sondern hat auch eine gewisse Zeit seines Lebens in Deutschland (Bonn) verbracht und kennt somit die Umstände in diesen Ländern. >>Hier ist seine Vita auf Facebook zu lesen<<.
 Diese Tatsache ist von äusserster Wichtigkeit, denn die Fatawa, auf die unsere Jugend heutzutage zugreift, sind zumeist viele Jahre (teils Jahrzehnte) alt und sind sehr allgemein und meistens auch für die arabischen Länder erstellt worden.
Zeit, Ort und Umstand ändern die Rahmenbedingungen für eine explizite Fatwa, weswegen wir bemüht sein sollten, zeitgenössische Gelehrte mit den jeweiligen Fachkenntnissen zu befragen und nicht vorgefertigte YouTube-Videos heranzuziehen um gar damit andere Geschwister als irregegangen zu betiteln.


BISMILLAHI-R-RAHMANI-R-RAHIM

Ein Bruder fragte Shaykh ‘Abd al-Akhir:

Einige Kuffaar in Deutschland, möge Allaah sie verfluchen, haben Demonstrationen gemacht und Karikaturen zur Belustigung über den Propheten salAllaahu ‘alayhi wa sallam gezeichnet. Ist es also erlaubt für die Muslimischen Männer dass sie gegen diese Leute demonstrieren? Und Sie müssen wissen, dass es möglicherweise zu einer Schlägerei zwischen den beiden Gruppen, oder zwischen den Muslimeen und der Polizei, die die Kuffaar beschützt, kommt. Was ist ihr Ratschlag in diesen Fällen?


Antwort:
Es ist überhaupt nicht erlaubt für die Muslimeen in Deutschland, dass sie über irgendein schlechtes Benehemen gegenüber den Gesandten Allaahs salAllaahu ‘alayhi wa sallam schweigen. Und sie müssen darauf antworten mit ihren zugänglichen Mitteln. Denn wahrlich ist die Stellung des Propheten salAllaahu ‘alayhi wa sallam gewaltig. Und es ist nicht erlaubt zu schweigen gegenüber demjenigen, der über ihn herfällt. Bezüglich des “Wie” der Antwort, so sehe ich, dass die Brüder, die in diesem Land leben die möglichen Wege dazu einschätzen (bestimmen) können
Es ist also Pflicht für die Muslimische Gemeinde in diesem Land, dass sie sich besprechen bezüglich dem, was an den Maßnahmen notwendig ist, um diese Belustigung abzuwenden. Auch wenn die Muslimeen auf diesem Weg geschadet werden, so sollte dies ausgehalten werden, wenn davon gehofft wird, dass dieses schlechte Benehmen verboten wird und Allaah weiß am Besten

[Die Veröffentlichung dieser Fatwa soll kein Aufruf zu kriminellen Handlungen darstellen, sondern lediglich die Realität islamischer Rechtssprechung veranschaulichen.]

Quelle:
http://www.blog.al-adala.de/?p=769

Mittwoch, 19. September 2012

Darf eine Muslima den Hijab vor einer Kafira ablegen?

Das ständige Komitee wurde gefragt: Ist es verpflichtend, Hijab vor ungläubigen Frauen zu tragen oder können wir mit ihnen so verfahren, wie wir mit muslimischen Frauen verfahren?

Antwort: Es gibt zwei Ansichten unter den Gelehrten bezüglich dieser Angelegenheit. Doch die richtige Sichtweise ist die, dass es nicht verpflichtend ist, da weder von den Frauen des Propheten – möge Allah ihn loben und Heil schenken – noch von den Gefährtinnen dieses überliefert wurde, wenn sie sich mit jüdischen und Götzendienenden Frauen in Medina getroffen haben.

Hätten sie ihren Hijab bei diesen Treffen anbehalten, dann wäre dies auch überliefert worden, so wie andere Dinge überliefert wurden, die weniger wichtig waren.

Fataawah al-Ladjnah ad-Da`imah, 17/287 __________________________________

Scheich Ibn ’Uthaimin, rahimahullah, wurde gefragt: Ist es zulässig, dass eine muslimische Frau ihr Haar vor einer nicht-muslimischen Frau aufdeckt, zumal sie weiß, dass diese nicht-muslimische Frau ihren männlichen Verwandten, die keine Muslime sind, andere Frauen bildlich beschreibt?

Antwort: Dies ist eine Frage, die auf verschiedene Interpretationen der Gelehrten bezüglich des Verses beruht, in dem der erhabene Allah sagte: "Und sag zu den gläubigen Frauen, sie sollen ihre Blicke senken und ihre Scham hüten, ihren Schmuck nicht offen zeigen, außer dem, was (sonst) sichtbar ist. Und sie sollen ihre Kopftücher auf den Brustschlitz ihres Gewandes schlagen und ihren Schmuck nicht offen zeigen, außer ihren Ehegatten, ihren Vätern, den Vätern ihrer Ehegatten, ihren Söhnen, den Söhnen ihrer Ehegatten, ihren Brüdern, den Söhnen ihrer Brüder und den Söhnen ihrer Schwestern, ihren Frauen […]." [an-Nur 24:31]

Die Gelehrten sind sich uneinig bezüglich des Pronomens "Nisaa`ihinnah" ("ihren Frauen"). Einige von ihnen sagten, dass damit allgemein das weibliche Geschlecht gemeint ist. Andere wiederum sagten, dass damit lediglich eine Art von Frauen gemeint ist, d.h. nur gläubige Frauen. Nach der ersten Sichtweise ist es für eine Frau zulässig, ihr Haar und ihr Gesicht vor nicht-muslimischen Frauen aufzudecken. Doch nach der zweiten Sichtweise ist es nicht zulässig. Wir neigen stärker zur ersten Sichtweise, da diese näher an den Beweisen ist. Somit gibt es unter den Frauen hier keinen Unterschied zwischen einer muslimischen und einer nicht-muslimischen Frau.

Dies gilt solange keine Fitnah (Versuchung) befürchtet wird. Doch wenn die Gefahr einer Fitnah gegeben ist, wie z.B., wenn befürchtet wird, dass eine Frau ihren männlichen Verwandten andere muslimischen Frauen bildlich beschreibt, dann ist es hier wichtig, dass Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden. Hier sollte die Frau vor den anderen Frauen weder ihren Schleier ablegen noch irgendeinen Teil ihres Körpers, wie Füße, Haare, usw., zeigen - egal ob es sich dabei um eine muslimische oder nicht-muslimische Frau handelt.

Fataawah al-Mar`ah al-Muslimah –zusammengestellt von Salahuddīn Mahmud, S. 605 __________________________________________

Ein anderes Mal sagte Shaikh Ibn Uthaimin: Vor ihren Maharim darf sie Gesicht, Kopf, Hals, Hände, Unterarme, Füße und Waden entblößen und alles andere muss sie bedecken.

Fatawa al-Mara al-Muslima, 1/417

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Shaikh Abd al-Aziz Ibn Baz, rahimahullah wurde gefragt: Ich habe gehört, dass es einer Kafir-Frau verboten ist, eine muslimische Frau ohne Hijab zu sehen. Trifft dies auf meine Schwiegermutter zu, die eine Ungläubige ist?

Antwort: Es ist nicht verpflichtend, den Hijab vor ihnen – den nicht-muslimischen Frauen – zu tragen, da sie gemäß der korrekteren der beiden Meinungen der Gelehrten wie alle anderen Frauen sind.

Fataawa al-Mara al-Muslima, 2/582

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Quelle: http://islamfatwa.de/kleidung-schmuck/1 ... en-ablegen

fataatalkhayr.wordpress.com

Sonntag, 9. September 2012

Sind Würfelspiele haram?

[5.90] O die ihr glaubt! Wein und Glücksspiel und Götzenbilder und Lospfeile sind ein Greuel, ein Werk Satans. So meidet sie allesamt, auf daß ihr Erfolg habt.

[5.91] Satan will durch Wein und Glücksspiel nur Feindschaft und Haß zwischen euch erregen, um euch so vom Gedanken an Allah und vom Gebet abzuhalten. Doch werdet ihr euch abhalten lassen?

Al-Qurtubi (r) sagte:
"Diese Ayat indiziert, dass es haram ist Würfelsiele oder Schach zu spielen, sei es, dass es um Geld zu spielen oder nicht, denn als Allah subhanahu wa teala das Alkohol verboten hatte, erklärte ER (swt) den Grund dafür, dass Shaitan nur Feindschaft/Zwiespalt und Hass wecken will, so zwischen uns mit berauschendem Getränk (Alkohol) und Glücksspiel, um uns an das Gedenken an Allah und dem Gebet abkehren zu lassen. So ist jede Art von Spiel, in welchem ob in kleinsten Maße oder großem, Feindschaft und Hass zwischen jene die dem ergeben sind, herbeiführen, sie vom Gedanken an Allah (swt), dem Gebet abhält, es gleichzustellen ist, als wenn man Alkohol trinken würde, was demnach impliziert; es muss haram sein, wie auch Alkohol haram ist. (al-Jaami’ li Ahkaam al-Qur’aan, 6/291).

Beweise entnommen,was die Sahabah sagen:

Es wurde berichtet, das Ali ibn Abi Taalib (rd) an einige Leute vorbeiging, die Schach spielten. Er sagte:

"Was sind dies für Bildnisse, dem ihr euch ergeben habt?" [cf. al-Anbiya’ 21:52]"

Imaam Ahmad sagte:
"Der passendste Kommentar zu Schach, was von ‘Ali (rd) gesagt wurde.

‘Abd-Allaah ibn ‘Umar (rd) wurde befragt über Schach, er sagte:

"Es ist schlimmer als das Würfelspiel (Würfel)"

"Würfel" bezieht sich was dieserseits benutzt wird, um backgammon zu spielen, welches auf einer speziellen Platte gespielt wird. Es wurde überliefert in dem ahaadeeth, dass dies haram ist.

Abu Dawood (4938) überliefert von Abu Moosa al-Ash’ari, dass der Gesandte Allahs sagte:
"Wer auch immer Würfelspiele spielt, hat Allah (swt) und sienem Gesandten missachtet."
(klassifiziert als saheeh von al-Albaani in Saheeh Abi Dawood, 4129)

Muslim (2260) überlieferte, dass der Gesandte Allahs sagte:
"Wer auch immer Würfelspiele spielt ist wie jener, der seine Hand in das Fleich und Blut eines Schweins taucht."

Al-Nawawi (ra) sagte:
"Dieser Hadith wurde zitiert als Beweis von al-Shaafa’i und der Mehrheit seiner Gelehrten, um zu beweisen, dass Würfelspiele haram sind. Die Phrase "der seine Hand in das Fleich und Blut eines Schweins taucht" bezieht sich auf dem es zu essen, so soll dieses Gleichnis, um zu zeigen, dass Würfelsüiele haram sind, wie es auch haram ist Schwein zu essen."

Was einige Gelehrte zum Verbot sagen:

Ibn Qudaamah (ra) sagte:
"Schach ist wie Würfelspiele, in diese sind verboten." (al-Mughni, 14/155),

Ibn al-Qayyim (ra) sagte:
"Die Böse Konsequenzen aus Schach sind ein größeres Übel, als die bösen Konsequenzen des Würspiels. Alles, was auf den Würfelspielverbot zeigt, zeigt auf den Schachverbot, so (..), dies ist die Sicht von Maalik (ra) und seinen Gefährten, von Abu Haneefah und seinen Gefährten, von Ahmad und seinen Gefährten und die Sichtweise der Merheit der Taabi’een (..). Es ist nicht bekannt, dass einige der Sahaabah es erlaubten oder selbst spielten. Allah hat sie davor bewahrt. Alles jene Erwähnungen der Sahabah, sie hätten es gespielt - welche wie die von Abu Hurayrah (rd) - sind fabriziert und erfunden, bestehen als Lüge gegen die Sahabah, so wurden diese Behauptungen von alle den verworfen, die wussten wer die Sahabah wirklich waren, die ausreichend Wissen besitzen, um diese Berichte zu begutachten. Wie kann die beste Generation und beste Menschheit nach dem Propheten es für erlaubt erklären, etwas zu spielen, was uns vom Gedenken Allah's undd em Gebet abhält, wo es doch dem gleich kommt, wie Alkohol, wenn der Spieler vertieft im Spiel ist, so, wie wir es im reellem Leben sehen? Wie kann ein Gesetzgeber Würfelspiele erlauben, doch Schach erlauben, welches um ein vielfaches schlimmer ist? (..)" (al-Furoosiyah, 303, 305, 311).

Al-Dhahabi (ra) sagte:
"Im Bezug auf Schach, sagen die meisten Gelehrten, dass es haram ist zu spielen, sei es mit oder ohne Geld. Wird es mit Geld gespielt, dann ist es unbestreitbar Glücksspiel. Selbst, wenn es nicht um Geld geht, es bleibt ein Spiel/Glücksspiel (im englischen gambling) und ist haram, gemäß der meisten Gelehrten (..). Al-Nawawi (ra) wurde befragt wegen Schach spielen, ob es erlaubt oder verboten sei. Er (ra) gab zu antwort, dass es jene Personen dazu veranlässt das Gebet zu rechten Zeit zu verpassen oder er mit Geld spiele, dann ist dies haram, wohingegen es makrooh laut al-Shaafa’i und haram nach anderen sei (..)." (al-Kabaa’ir, 89-90).

Quelle: http://islam-qa.com/en/ref/14095/ches

http://www.ahlu-sunnah.com/


Samstag, 8. September 2012

Ist nicht für die Gläubigen die Zeit gekommen? - Der Traum von Malik Ibn Dinar

Als Maalik ibn Dinar (der bekannte Tabi’i) über die Gründe seiner Tawbah (Reue) gefragt wurde, sagte er:

„Ich war Ordnungshüter und neigte zum Trinken. Ich kaufte eine wunderschöne Sklavin, die mir eine Tochter schenkte (er gab ihr den Namen Fatima). Ich war in meine Tochter vernarrt und als sie auf allen Vieren zu krabbeln begann, begann ich, sie sogar noch mehr zu mögen. Immer wenn ich ein starkes Getränk vor mir stehen hatte, kam sie zu mir und drückte mich von ihm weg oder sie schüttete es aus. Als sie ihr zweites Lebensjahr vollendete, starb sie. Ich erlag ihrem Verlust mit Kummer. Als die Nacht des 15. Scha’ban kam – es war die Nacht vor Jumu’ah – blieb ich zuhause und trank. Ich verrichtete das ‘Ischa-Gebet nicht. Dann hatte ich einen Traum, dass der Tag der Abrechnung begonnen hatte, die Trompete wurde geblasen, die Gräber hatten ihre Toten herausgelassen, die Menschheit wurde versammelt und ich war unter ihnen. Ich hörte etwas hinter mir. Ich drehte mich um und sah einen Drachen von unbeschreiblicher Größe, blau-schwarz, der mich mit offenem Kiefer jagte. Ich floh mit Schrecken. Ich ging an einem Schaikh vorüber, der makellose Kleidung trug, von dem ein wohlriechender Duft ausging. Ich grüßte ihn und er grüßte zurück. Ich sagte zu ihm: „Oh Schaikh, beschützte mich vor diesem Drachen und möge Allah dich beschützen!“ Der Schaikh weinte und sagte: „Ich bin schwach und er ist stärker als ich, ich kann ihn nicht besiegen. Gehe schnell, vielleicht schenkt dir Allah etwas, das dich vor ihm schützen wird.“

Ich drehte mich um und nahm meine Flucht wieder auf. Ich stieg auf eine der Vorgebirge des Tags der Abrechnung, um die Stufen des Höllenfeuers überblicken zu können. Ich betrachte den Schrecken, den sie beinhalteten und fiel vor Angst vor dem Drachen fast in ihn. Aber ein Rufer rief mich: „Geh zurück! Du gehört nicht zu seinen Gefährten.“ Seine Worte stillten meine Furcht und ich ging zurück. Aber der Drache verfolgte mich wieder. Ich ging zurück zum Schaikh und sagte: „Oh Schaikh, ich bat dich, mich vor diesem Drachen zu beschützen, jedoch hast du es nicht getan.“ Wieder weinte er und sagte: „Ich bin schwach, jedoch gehe zu diesem Berg. In ihm sind die Lager (wada’i') der Muslime. Wenn dort etwas auf Lager (wadi’a) für dich ist, dann wird es dir helfen.“

Ich sah mich um und sah einen rundgeformten Berg der silbern gekappt war mit Kuppeln aus ausgehöhlten Perlen und hängenden Gardinen und jede Kuppel hatte zwei große rotgoldene Tore, die mit Smaragden und Perlen überzogen und von Gardinen aus Seide überhangen waren. Als ich den Berg sah, floh ich zu ihm mit dem Drachen dicht auf den Fersen. Als ich den Berg erreichte, rief einer der Engel: „Hebt die Schleier an, öffnet die Tore und schaut hinaus! Vielleicht hat dieser Elende etwas in Lager, das ihn vor seinem Feind retten wird.“ Daraufhin wurden die Schleier gelüftet, die Tore geöffnet und aus den Palästen kamen Kinder mit Gesichtern, die dem Vollmond gleichten.

Der Drache holte mich ein und ich war kurz vor der Verzweiflung. Eines der Kinder rief: „Wehe dir! Kommt und schaut euch das an! Sein Gegner ist ihm sehr nahe.“ Woraufhin die Kinder eine Welle nach der anderen in Vorschein traten und unter ihnen war meine liebe Tochter, die vor zwei Jahren gestorben war. Als sie mich sah, weinte sie und sagte: „Mein Vater, bei Allah!“ Dann sprang sie auf ein Fuhrwerk aus Licht und kam in meine Nähe mit der Geschwindigkeit eines Pfeiles. Sie legte ihre linke Hand auf meine reche Hand und ich hielt mich an ihr fest. Dann streckte sie ihre rechte Hand zum Drachen, der sich umdrehte und floh. Meine Tochter bat mich, mich hinzusetzen, dann setzte sie sich auf meinen Schoß und fuhr durch meinen Bart und sagte: „Oh mein Vater,
أَلَمْ يَأْنِ لِلَّذِينَ آمَنُوا أَن تَخْشَعَ قُلُوبُهُمْ لِذِكْرِ اللَّهِ

Ist nicht für die Gläubigen die Zeit gekommen, ihre Herzen zu demütigen vor der Ermahnung Allahs? [57:16]

Ich begann zu weinen und sagte: „Oh meine Tochter, ihr Kinder wisst den Qur’an?“ Sie antwortete: „Mein Vater, wir wissen ihn besser als ihr.“ Dann sagte ich zu ihr: „Erzähle mir über den Drachen, der mich vernichten wollte.“ Sie erwiderte: „Jener war deine schlechten Taten, die du aufgebaut und gestärkt hast und sie wollten dich ins Höllenfeuer bringen.“ Ich fragte: „Was ist mit dem Schaikh, an dem ich vorbei ging?“ Sie antwortete: „Oh mein Vater, jener war deine rechtschaffenen Taten, die du geschwächt hast, bis sie deinen schlechten Taten nicht mehr gewachsen waren.“ Ich sagte: „Oh meine Tochter, was habt ihr in diesem Berg gemacht?“ Sie antwortete: „Wir sind die Kinder der Muslime, uns wurde diese Unterkunft bis zur Stunde gegeben. Wir warten auf alles, was ihr uns vorausschickt und wir legen Fürsprache für euch ein.“

Dann wachte ich plötzlich auf und sah, dass der Morgen angebrochen war. Ich schleuderte das Gift (Alkohol) von mir und zerschlug die Trinkgefäße. Ich bat Allah um Verzeihung und dies war der Grund für meine Reue.“

Ich habe auch gehört, dass berichtet wurde, dass, als Maalik ibn Dinar aufwachte, er „Die Zeit ist wahrlich gekommen, die Zeit ist wahrlich gekommen!“ gerufen hat (als Antwort auf die Ayah, die seine Tochter rezitiert hatte), und dass er dann Ghusl nahm und für Fajr zur Masjid ging, wobei er die Reue beabsichtigte und dass, als er in die Masjid ging, den Imam genau diese Ayah rezitierten hörte:

أَلَمْ يَأْنِ لِلَّذِينَ آمَنُوا أَن تَخْشَعَ قُلُوبُهُمْ لِذِكْرِ اللَّهِ

Ist nicht für die Gläubigen die Zeit gekommen, ihre Herzen zu demütigen vor der Ermahnung Allahs? [57:16]

Und daraufhin Reue zeigte

[Aus Imam Ibn Qudamah Al-Maqdisi's Kitab At-Tawwabiin]

[Entnommen aus dem Day-Magazine, Ausgabe 4]

Quelle: zanjabiel.wordpress.com


Freitag, 7. September 2012

Säulen (Arkaan), Pflichten (Waajibaat) und Sunnan des Gebet

ﻢﺴﺑ ﻪﻠﻟا ﻦﻤﺣﺮﻟا ﻢﯿ

Frage (Nr. 65847 auf IslamQA.com/en):

Was sind die Sunnah-Handlungen des Gebet?

Antwort:

Alles Lob gebührt Allaah

Es gibt viele Sunnan (Pl. von Sunnah) im Gebet, Worte als auch Taten. Mit Sunnan sind Dinge gemeint, die weder die Säulen oder Pflichten des Gebets darstellen.

Einige Rechtsgelehrte (Fuqaha) haben 17 verbale Sunnan und 55 Sunna Taten herausgefunden. Das Gebet wird nicht ungültig, wenn man eine dieser Sunnan weglässt (selbst wenn dies mit Absicht geschieht), im Gegensatz zu den Säulen und Pflichten des Gebets.

Der Unterschied zwischen einer Säule und einer Pflicht ist, dass eine Säule nicht weggelassen werden darf, ob dies nun absichtlich oder aus Versehen geschieht. Eine Pflicht kann im Falle des Vergessens durch eine Vergesslichkeitsniederwerfung (Sujud as-Sahw) wieder gutgemacht werden.

Im Folgenden werden die Säulen, die Pflichten und die Sunnan des Gebets genannt, basierend auf dem Buch "Dalil at-Talib", welches eine bekannte Zusammenfassung der Hanbalitischen Rechtsschule (Madhhab al-Hanabilah) ist.

Die 14 Säulen des Gebets sind folgende:

Das verpflichtende Stehen (al-Qiyaam) während der Pflichtgebete, wenn man dazu in der Lage ist. Das eröffnende Takbir ("Allahu Akbar" sagen) Das Rezitieren der al-Fatihah Die Beugen (Rukuu') Das Sich-Erheben aus der Beugung Das aufrechte Stehen Die Niederwerfung (Sujuud) Das Wiederhochkommen aus der Niederwerfung Das Sitzen zwischen den beiden Niederwerfungen Die lockere Haltung in jeder dieser Körperhaltungen (nicht verkrampfen) Der letzte Taschahud Das Sitzen im letzten Taschahud und das Rezitieren kombiniert mit den zwei Salams (Grüßen) Die zwei Salaams (Grüße) "Äs-Sälämu 'alaykum wa rahmätullah", in den Freiwilligen-Gebeten (Nawafil), also in den zusätzlichen Gebeten sowie im Beerdigungsgebet (Janazah) reicht ein Gruß aus Das Verrichten der hier dargelegten Säulen (Beispiel: Jemand geht Absichtlich in die Niederwerfung, bevor er die Beugung vollzogen hat, so ist das Gebet ungültig. Sollte es aber unabsichtlich passieren, so muss er nochmal zu der Stelle des Gebets zurückkehren und sich dann niederwerfen. Siehe Unterlassung von Säulen im Gebet bzw. al-Fatihah)

Die 8 Pflichten des Gebets:

Weitere Takbiraat (zusätzlich zum Eröffnungs-Takbir) “Sämi’ Allahu limän hamidäh" (Allah hört den, der Ihn preist) sagen (dies sagt sowohl der Imam als auch der, der allein betet) “Rabbänä wä läkä-l-hamd" (unser Herr, dir gebührt das Lob) sagen "Subhanä rabbiyä-l-’adhiem" (Ehre sei meinem Herrn, dem Allmächtigen) in der Beugung sprechen "Subhanä rabbiyä-l-a’ala" (Ehre sei meinem Herrn, dem Allerhöchsten) in der Niederwerfung "Rabbi-ghfir li" (mein Herr, vergib mir) zwischen den beiden Sudschuds sagen Der erste Taschahud Das Sitzen im ersten Taschahud

Die 11 verbalen Sunnas:

Nach dem Eröffnungs-Takbir "Subhänäk Allahum-mä wä bi-Hamdikä, wä Täbärakä-s-mukä, wä ta’alä Dschädukä, wä lä ilähä Ghairuk“" sprechen. (Das bekannte Eröffnungs-Bittgebet, Du'a al-Istiftah) Bei Allah Zuflucht suchen ("Ä’udhu billähi minäsch-Schäitani-r-radschiem" sprechen) Bismillah sagen Amin sagen Noch eine weitere Surah nach al-Fatihah rezitieren Das laute Rezitieren des Imams Nach dem Tahmid, also nach den Worten (Rabbänä wä läkä-l-hamd) “Mil’ al-samawati wa mil’ al-ard wa mil’ ma shi’ta min shay’in ba’d" sagen. (Die korrektere Meinung ist, dass dies auch eine Sunna für denjenigen ist, der in der Gemeinschaft betet) Die Lobpreisung (Tasbih) in der Beugung mehr als einmal zu sagen: Also 2, 3 oder mehrmals Die Lobpreisung in der Niederwerfung mehr als einmal zu sagen “Rabbi-ghfir li" mehr als einmal zwischen den beiden Verbeugungen sagen Das Senden der Segenswünsche auf den Propheten (sall-llahu 'alaihi was-salaam) im letzten Taschahhud sowie das Bittgebet danach

Die Sunna Handlungen (Körperhaltungen)

Die Hände beim Eröffnungs-Takbir heben Die Hände heben, wenn man in die Beugung (Rukuu') geht. Die Hände heben, wenn man von der Beugung hochkommt die Hände nach dem Heben aus der Beugung wieder nach unten fallen lassen Die Rechte Hand über die Linke legen Auf den Ort der Niederwerfung blicken Die Füße ein wenig auseinander stellen In der Beugung die gespreizten Finger auf die Knie legen, den Rücken gerade machen Die Körperteile in der Niederwerfung fest auf den Boden pressen (außer die Knie, dies gilt als Unerwünscht, zu Arab.: Makruh) Die Ellenbogen nicht auf dem Boden aufkommen lassen, den Bauch nicht eng an die Oberschenkel pressen, die Knie auseinander halten, die Füße aufrecht lassen, die Hände mit gespreizten Fingern neben den Schultern lassen Zwischen den beiden Niederwerfungen als auch im ersten Taschahhud auf dem Linken Fuß sitzen, der Rechte Fuß sowie seine Zehen zeigen in Richtung Qibla; Im zweiten Taschahhud mit dem linken Oberschenkel am Boden und mit beiden Füßen auf einer Seite (d.h. Rechts) herausragend sitzen Die Hände zwischen den beiden Niederwerfungen sowie im Taschahhud mit geschlossenem Fingern auf die Oberschenkel legen. Im Taschahhud sollte der Kleine Finger und der Ringfinger zusammengehalten, mit dem Mittelfinger und dem Daumen ein Kreis gebildet werden und der Zeigefinger nach oben ausgestreckt sein, wenn man Allah gedenkt Sich bei den beiden Salaams nach Rechts und nach Links drehen

Es gibt einige Meinungsunterschiede (Ikhtilaaf) unter den Rechtsgelehrten (Fuqaha) in Bezug auf einzelne Details; was von den einen als Pflicht angesehen wird, wird von anderen wiederrum als Sunna betrachtet. Dies wird im Einzelnen in den Rechts-Büchern (Fiqh-Bücher) diskutiert.

Und Allaah weiß es am besten

Gefunden bei qiyaam.wordpress.com


Die Geschichte von Hajar - Aufbauende Worte

Video: Ermutigende Worte aus der Geschichte im Koran über Hajar von Shaykh Anwar al Awlaki.

Freitag, 31. August 2012

Die Belohnung für die Geduld bei einer Fehlgeburt, wenn der Fötus bereits eine Seele hatte

ﻢﺴﺑ ﻪﻠﻟا ﻦﻤﺣﺮﻟا ﻢﯿ

(Übersetzt von Umm Djumana – Muslima.de.ms)

Frage:

Schließt der Hadith „Wer auch immer drei Kinder verliert, die das Alter der Pubertät noch nicht erreicht hatten…“ (es heißt in diesem Hadith, dass derjenige ins Paradies eintreten wird – Anm. d. Übersetzerin) den Fötus einer Fehlgeburt, dem die Seele bereits eingehaucht wurde, mit ein?

Antwort:

Alles Lob gebührt Allah.

Wir stellten diese Frage Shaikh Muhammad Ibn Salih al-Uthaimin (möge Allah ihn bewahren), der folgendermaßen antwortete:

Ja, sie zählen dazu, aber sie sind nicht wie Kinder, die geboren wurden und zu denen man eine Beziehung entwickelt hat.

Frage: Aber wird eine Person dieselbe Belohnung bekommen?

Antwort: Ja, insha Allâh.

Und Allah weiß es am besten.

Shaikh Muhammad Ibn Salih al-Uthaimin

Quelle: Islam-QA.com (Frage Nr. 5226)