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Mittwoch, 19. September 2012

Afghanistan: Wieder Frauen und Kinder von NATO getötet

Durch einen Angriff der NATO vor ein paar Tagen sind mindestens 8 Frauen und einige Kinder in Afghanistan ums Leben gekommen.

Zitat: Er sagte, die Frauen hätten in der Morgendämmerung Feuerholz gesammelt, als sie von Flugzeugen angegriffen wurden. Zahlreiche Frauen seien verwundet worden.

Weiterlesen auf:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/afghanistan-acht-frauen-bei-nato-luftangriff-getoetet-a-856092.html

Sonntag, 2. September 2012

Dienstag, 21. August 2012

Amerika verzweifelt an den Selbstmorden seiner Soldaten

Die Selbstmordrate der US-Soldaten nimmt erschreckende Ausmaße an. Daran schuld sind offenbar nicht nur Auslandseinsätze — wie hier in Afghanistan

 © Getty Images


Amerikanische Soldaten suchen in einer Zahl den Freitod, die die Rate von Zivilisten in diesem Jahr um 60 Prozent übertrifft und das Pentagon aufs Höchste alarmiert.
Im Juli töteten sich 38 aktive US-Soldaten und Reservisten, darunter immer mehr Unteroffiziere; es ist die höchste Zahl seit 2001. Verteidigungsminister Leon Panetta sprach im Juni von einem Trend, der sich "trotz verstärkter Anstrengung und Aufmerksamkeit in einer bestürzenden und tragischen Weise fortsetzt".
Der Minister äußerte sich auf der jährlichen "Konferenz zur Verhinderung von Selbstmorden"; der Name der Veranstaltung an sich besagt genug. Für Panetta ist es die "frustrierendste Aufgabe" seiner Amtszeit. "Time" nannte den Kampf gegen die Lebensmüdigkeit von GIs in einer Titelgeschichte "den ultimativen asymmetrischen Krieg ... und das Pentagon verliert ihn".

Fast täglich ein Selbstmord

Während die absoluten Zahlen angesichts der Truppenstärke der USA in den Augen von Zivilisten gering erscheinen könnten, weist der Vergleich in die Abgründe: Veteranen, Kriegsteilnehmer wie Gediente im Frieden, machen zehn Prozent der erwachsenen amerikanischen Bevölkerung aus, doch 20 Prozent der Selbstmorde. Fast täglich stirbt ein US-Soldat von eigener Hand.
Zwei Drittel erschießen sich, jeder Fünfte erhängt sich. Es sind beileibe nicht nur von posttraumatischer Belastungsstörung betroffene Frontsoldaten. Nahezu ein Drittel der Selbstmorde zwischen 2005 und 2010 wurde von Angehörigen der Streitkräfte verübt, die nie Feindberührung hatten; 43 Prozent waren nur einmal in Feindesland stationiert.
Nur 8,5 Prozent kamen dem Klischee des ausgebeuteten, entfremdeten, mehr als viermal entsandten "Rambo" nahe. Vielleicht noch erschreckender als die schiere Zahl der Selbstmorde, die auf traurige Weise mit den Gefallenenziffern in Afghanistan mithalten, ist die Ratlosigkeit der politischen und militärischen Führung.

Große Ratlosigkeit

Es erschließt sich eben nicht leicht, warum immer mehr Offiziere, darunter Ärzte und Anwälte, die gut verdienen, in intakten Familien leben, in der Obhut der Streitkräfte ausgesorgt haben und fern des Überlebensstresses des Krieges arbeiten, plötzlich keinen Ausweg mehr sehen. Verzweifelte Ehefrauen, Kinder und andere Angehörige quälen sich mit der Frage, ob sie versagt haben, den Tod ihrer Angehörigen hätten verhindern können.
Seit dem Jahr 2000 hat das US-Verteidigungsministerium seine psychiatrisch geschulten Mediziner um 35 Prozent auf nahezu 10.000 Personen verstärkt. Kritiker verweisen darauf, dass dennoch von den 53 Milliarden Dollar, die das Pentagon jährlich für die gesamte "Arztrechnung" aufbringt, nur vier Prozent für die Diagnose und Pflege seelisch kranker Soldaten bereitgestellt werden.
Niemand bestreitet, dass es diese Erkrankungen sind, die überproportional zunehmen: Nach einem Bericht des Pentagons vom Mai wurden im vergangenen Jahr die meisten Soldaten (22.000) wegen psychischer Verwundungen in Militärkliniken eingewiesen, 54 Prozent mehr als 2007. Selbstmorde haben Autounfälle als führende Ursache für Nicht-Gefechts-Tötungen verdrängt. 

Quelle:


Samstag, 4. August 2012

De Maizière will bewaffnete Drohnen

Keine ethischen Bedenken
De Maizière will bewaffnete Drohnen
Hat keine Probleme mit dem Einsatz bewaffneter Bundeswehr-Drohnen: Verteidigungsminister Thomas de Maiziere









Der Einsatz von bewaffneten Drohnen - oft von den USA in Afghanistan eingesetzt - ist international hoch umstritten. Gleichwohl spricht sich Verteidigungsminister Thomas de Maizière für solche unbemannten Flugkörper im Dienste der Bundeswehr aus: "Der Sache nach ist eine Drohne doch nichts anderes als ein Flugzeug ohne Pilot", sagte er der "Welt". "Flugzeuge dürfen Waffen tragen. Warum also sollen unbemannte Flugsysteme das nicht dürfen?" Moralische Bedenken habe er nicht: "Ethisch ist eine Waffe stets als neutral zu betrachten", so der Minister.
Der Einsatz sei auch deswegen unproblematisch, weil die Marine seit langem ferngesteuerte Systeme nutze - Torpedos oder Raketen, die sich ihre Ziele selbsttätig suchen, seien ebenfalls unbemannte Waffen. Insofern sei eine Drohne qualitativ nichts Neues. Sie hätten zudem den Vorteil, zielgenauer als herkömmlichen Waffensysteme zu sein. Das erhöhe die Chance, dass keine Unbeteiligten getroffen würden.
Bei der Beschaffung von Drohnen für die Bundeswehr will de Maizière stufenweise vorgehen: Bis 2015 werde man sich noch mit einem Leasing-Modell behelfen, erklärte der Minister. Danach wolle man unbemannte Luftfahrzeuge kaufen. Nach 2020 solle schließlich eine europäische Drohne einsatzbereit sein, die Deutschland gemeinsam mit Frankreich und Großbritannien entwickelt.
Der Krieg wird unsichtbar gemacht
Der Einsatz von Drohnen wird von Gegnern der unbemannten Flugkörper immer wieder mit dem Argument kritisiert, die Waffen machten den Krieg unsichtbar, wesentlich billiger und senkten so die Hemmschwelle für den Einsatz militärischer Gewalt.
Vor allem die USA haben unter US-Präsident Barack Obama den Einsatz von unbemannten Drohnen massiv ausgeweitet. Mit den ferngesteuerten Fluggeräten werden unter anderem im Jemen, Somalia und im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet Luftangriffe auf mutmaßliche Terroristen und Taliban-Kämpfer geflogen. Dabei werden immer wieder Zivilisten getötet oder verletzt. Die Drohnen können stundenlang über dem Kampfgebiet kreisen, haben eine große Reichweite und sind schwer zu entdecken. Gesteuert werden sie von Soldaten, aber auch von CIA-Agenten und privaten Sicherheitsdienstleistern.

Quelle: ARD Tagesschau

Kommentar:
Es soll tatsächlich noch Menschen geben, die über die erhöhte  Anschlagsgefahr in Deutschland verwundert sind.