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Donnerstag, 13. September 2012

Proteste wegen Islamfilm weiten sich aus - Toter bei Sturm auf US-Botschaft im Jemen

Die Proteste gegen den Mohammed-Film weiten sich immer weiter aus. Im Jemen ist ein Demonstrant erschossen worden. Auch im Iran und im Gazastreifen wird demonstriert.

Vor der US-Botschaft in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa ist es am Donnerstag zu Krawallen gekommen. Am Vormittag stürmten hunderte Demonstranten das Gelände der Botschaft. Fahrzeuge wurden in Brand gesetzt. Die Polizei drängte die Menschenmenge mit Wasserwerfern und Warnschüssen zurück.

Am Nachmittag wurde dann ein Mann durch Schüsse der Sicherheitskräfte getötet, mindestens fünf Menschen wurden verletzt. Die Polizei hinderte die Menge daran, erneut auf das Botschaftsgelände vorzudringen.

Seit Dienstag protestieren Islamisten in zahlreichen Ländern gegen einen US-Film, in dem der Prophet Mohammed als Frauenheld, Kinderschänder und Mörder dargestellt wird.

Proteste auch im Iran und Gazastreifen

Auch im Iran kam es am Donnerstag zu Protesten. Rund 500 Menschen forderten in Teheran lautstark den Tod des Filmemachers. Die Demonstranten versammelten sich vor der Schweizer Botschaft, die die Interessen der USA im Iran vertritt. Hunderte Wachleute hielten die Iraner davor zurück, die Botschaft zu stürmen. Die USA und der Iran unterhalten keine diplomatischen Beziehungen.

Im Gazastreifen riefen dutzende Menschen "Tod Amerika" und "Tod Israel" und verbrannten Flaggen beider Länder sowie das Foto eines Mannes, den sie für den Urheber des Videos hielten. Da es im Gazastreifen keine diplomatischen Vertretungen der USA und Israels gibt, marschierten die Menschen zum Stadtteil Rimal in Gaza-Stadt, wo die UN-Hilfswerke ihre Büros haben. Die Büros wurden aus Sicherheitsgründen für einen Tag geschlossen.
Ägyptens Präsident verurteilt "Provokation"

In Kairo harrten nach den gewalttätigen Protesten vom Mittwoch am Donnerstagmorgen immer noch einige Dutzend Demonstranten vor der Botschaft aus. Präsident Mohammed Mursi verurteilte bei seinem Antrittsbesuch bei den EU-Spitzen in Brüssel den Angriff. Er habe mit Obama dazu ein Telefongespräch geführt. "Wir werden solche Ereignisse gegen Botschaften nicht zulassen", versicherte er. Ägypten werde
dazu eng mit der EU und den USA zusammenarbeiten.

(Mursi zeigt mal wieder offen was für ein Heuchler er ist.)

"Das ägyptische Volk ist ein zivilisiertes Volk." Zugleich verurteile der ägyptische Präsident die "Provokation", welche der Film ausgelöst habe. "Überall in der arabischen Welt ist Zorn über den Film, der den Propheten Mohammed verunglimpft. Wir verurteilen das in aller Schärfe", sagte er.

Afghanistan sperrt YouTube

In Afghanistan, Pakistan und Bangladesch gab es am Donnerstag keine größeren Demonstrationen. Es wird jedoch erwartet, dass es nach den Freitagsgebeten zu Protesten in den muslimisch dominierten Ländern Südasiens kommt.

Die afghanische Regierung hat angekündigt, die Internetplattform YouTube sperren zu lassen, auf der ein Trailer des Mohammed-Films "Innocence of Muslims" kursiert. Ein Beamter des Kultusministeriums, der anonym bleiben wollte, erklärte, die Menschen sollten davon abgehalten werden, einen Film zu sehen, in dem "unser Prophet (Mohammed) entweiht" werde. Gleichzeitig wolle die Regierung auf diese Weise mögliche Proteste verhindern.

(Red./APA/AFP/Reuters)

Quelle:

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/1289739/IslamFilm_Toter-bei-Sturm-auf-USBotschaft-im-Jemen?from=simarchiv

Botschafts-Attacke: USA schicken Zerstörer nach Libyen

Nach dem Angriff auf das US-Konsulat in der ostlibyschen Metropole Bengasi verlegt das US-Verteidigungsministerium zwei Kriegsschiffe vor die Küste des Landes. Offenbar soll der Zerstörer "USS Laboon" seine Position bereits am Mittwochabend erreicht haben.

Obama kündigte in der Nacht auf Donnerstag an, die Verantwortlichen für den Tod des amerikanischen Botschafters Chris Stevens und drei seiner Mitarbeiter zur Rechenschaft ziehen zu wollen: "Täuscht euch nicht: Der Gerechtigkeit wird Genüge getan." Nach Informationen des Senders "CNN" will Obama auch Drohnen nach Libyen schicken, um mögliche Islamisten-Camps aufzuspüren. Die Nachrichtenagentur AFP berichtete von Anti-Terror-Einheiten der Marineinfanteristen, die in das nordafrikanische Land reisen sollten. Etwaige Angriffe würden aber Libyen überlassen, hieß es unter Berufung auf Quellen in Washington.

Bei dem Anschlag auf das Konsulat waren der US-Botschafter in Libyen, drei seiner Mitarbeiter und mehrere libysche Sicherheitsleute getötet worden.

Quelle:
http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/1289667/BotschaftsAttacke_USA-schicken-Zerstoerer-nach-Libyen?from=simarchiv

US Botschaften gestürmt - Libyen, Ägypten, Jemen, Tunesien - mehrere Tote

Bei dem Angriff am 11. September auf das US Konsulat in Benghazi, Lybien, ist neben 3 Amerikanern (davon 2 Marines), ein wichtiger US Botschafter getötet worden. Laut Al Jazeera habe die Gruppe "Islamic Law Supporters" das Konsulat als Reaktion auf den Anti-Islamischen Film, in dem ua. der Prophet Muhammad salAllahu 3alayhi wa sallam beleidigt wird. Die Botschaft wurde zum Grossteil abgebrannt. Auch in Ägypten und Tunesien und Jemen wurden die US Botschaften gestürmt.

Seit Dienstag gibt es in zahlreichen Ländern Proteste gegen einen US-Film, in dem der Prophet Mohammed als Frauenheld, Kinderschänder und Mörder dargestellt wird. In Kairo stürmten Islamisten die US-Botschaft. In Libyen wurden der US-Botschafter, drei seiner Mitarbeiter und mehrere libysche Sicherheitsleute getötet.

Die Demonstranten in Kairo zerstörten die amerikanische Flagge an der Botschaft und ersetzten diese durch eine schwarze, islamische Flagge mit der Inschrift "La ilaha illa Allah, Muhammadu al-Rassoul Allah" (dem islamischen Glaubensbekenntnis). Ausserdem schrieben sie "La ilaha illa Allah" (Es gibt nichts Anbetungswürdiges ausser Allah) an die Wand der Botschaft.

Ausserdem wird vermutet, dass ua. 9 ägyptische Kopten (Christen) den Film mit finanziert haben.

Auch in Gaza City (Palästina) sollen eine kleine Gruppe Muslime die amerikanische Flagge niedergebrannt haben.

Interessant war der Slogan, doen man auf der Wand der Botschaft in Kairo lesen konnte:

"Wenn eure Meinungsfreiheit keine Grenzet hat, so habt ihr unsere Handlungsfreiheit zu akzeptieren!"