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Mittwoch, 29. August 2012

Muslim greift deutsche Botschaft in Kairo an

Mit einer selbst gebauten Bombe hat ein Mann in Kairo einen Anschlag auf die deutsche Vertretung verübt. Er wirft der Bundesregierung vor, gegen den Islam zu sein.

Nach Informationen der ägyptischen Sicherheitsbehörden erklärte der 58 Jahre alte Mann nach seiner Festnahme, er habe die Botschaft angegriffen, weil die deutsche Regierung Gruppierungen unterstütze, die den Islam beleidigten.

Der Streit um die Kundgebungen von Pro Deutschland hatte in der vergangenen Woche das Verwaltungsgericht Berlin beschäftigt. Drei Moschee-Vereine hatten bei Gericht einen Eilantrag gestellt, nachdem die Partei angekündigt hatte, sie wolle vor Moscheen in Berlin Karikaturen des islamischen Propheten Mohammed zeigen. Das Gericht hatte jedoch entschieden, dass die öffentliche Sicherheit durch die Aktion der Rechtspopulisten nicht gefährdet werde.

Quelle:
http://www.zeit.de/politik/ausland/2012-08/anschlag-botschaft-kairo


 © EPA/dpa

Samstag, 11. August 2012

Deutsche "Salafisten" fliehen nach Ägypten

Berlin. Mehrere radikale Islamisten aus Deutschland haben sich nach einem Zeitungsbericht nach Ägypten abgesetzt. Seit Jahresbeginn sollen mehr als ein Dutzend Salafisten aus der Bundesrepublik in das nordafrikanische Land ausgewandert sein, berichtet die „Welt“ (Samstag) unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Sie seien damit den Aufrufen des österreichischen Salafisten-Predigers Mohamed Mahmoud gefolgt. Der Islamist hatte im Mai Deutschland verlassen, um einer Ausweisung zuvorzukommen. Per Internet verbreitet er weiter seine Predigten. In Deutschland würden die Muslime bekämpft werden, so Mahmoud. Deshalb sei es eine religiöse Pflicht für jeden Muslim in Deutschland, die „Hijrah“, die Auswanderung in ein islamisches Land, zu unternehmen.

Ein gutes Dutzend Islamisten, darunter einige Anhänger der im Juni durch das Bundesinnenministerium verbotenen Salafisten-Gruppe „Millatu Ibrahim“, haben sich nach Informationen der „Welt“ bereits nach Ägypten abgesetzt. Darunter ist auch der Berliner Ex-Rapper Denis Cuspert alias „Deso Dogg“. Er galt laut Zeitung in Deutschland als islamistischer Gefährder und stand unter Beobachtung der Berliner Polizei. Dennoch gelang es dem Islamisten, unterzutauchen und sich abzusetzen.

Der Verfassungsschutz ist nun besorgt, dass im ägyptischen Exil aus dem „Millatu Ibrahim“-Netzwerk eine deutsche Salafisten-Kolonie entstehen könnte. Während die radikalen Islamisten sich in Deutschland verhältnismäßig einfach observieren lassen, sei die Situation im Ausland weitaus unübersichtlicher. Es bestehe die Gefahr, dass Ägypten nur als Durchreiseland diene und sich Islamisten von dort aus in Terrorlager begäben oder an Kampfhandlungen in Konfliktgebieten teilnähmen, sagte ein Verfassungsschützer. Auch eine spätere Rückkehr nach Deutschland wird befürchtet. (kna)

Quelle: http://www.abendblatt.de/politik/article2367390/Deutsche-Salafisten-fliehen-nach-Aegypten.html