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Freitag, 5. Oktober 2012

Eine Familie aus Kosovo braucht eure Hilfe


Ich habe dieses Thema aufgemacht um auf die missliche Lage der Familie Haziri aus dem Kosovo aufmerksam zu machen.
Zuvor lebten sie in der Hauptstadt Prishtina in Baracken. Nun sind sie in das etwa 5 Kilometer entfernte Fushe-Kosova umgesiedelt (auf Druck der Behörden).


Shpejtim Haziri schildert ihre Lage:
“Ich komme ursprünglich aus Prishtina und bin nun nach Fushe-Kosova umgesiedelt. In Prishtina lebten wir in einigen Baracken. Hier in Fushe-Kosova leben wir in einem fremden Haus. Wir haben kein eigenes Haus. Bitte helft uns!”
Die Geschichte dieser gläubigen Familie hat bereits Herzen berührt und einige Brüder haben sich entschlossen der Familie ein Haus zu bauen. Nun fehlt es ihnen allerdings an finanziellen Mitteln und sie baten mich euch über die Lage dieser in Not lebenden Familie zu berichten und euch zu bitten für sie zu Spenden.

Hiermit rufe ich die Geschwister auf für diese Familie zu spenden. Und bei Allah der Herbst und der Winter sind nah….
Also falls jemand Interesse hat dieser Familie zu helfen kann die Kontodaten InshAllah hier bekommen:
(fatatalkhayr@hotmail.de)
 oder über das Forum Ahlu-Sunnah.com 
Die Brüder erhalten diese dort über PM.
Die Schwestern melden sich bitte bei den Moderatorinnen.
Wer nun im Gewicht eines Stäubchens Gutes tut, wird es sehen. Und wer im Gewicht eines Stäubchens Böses tut, wird es sehen. [99, 7-8]

Quelle: fataatalkhayr.wordpress.com




Donnerstag, 4. Oktober 2012

Die Tränen von Salahuddin al-Ayyubi


Die Tränen von Salahuddin al-Ayyubi


Al-Qadi ibn Shaddad erzählte:


“Einst gingen wir gemeinsam in der nähe der feindlichen Linien. Ein muslimischer Soldat brachte eine Frau der Kreuzritter, die weinte und sich auf die Brust schlug. Salahuddin fragte nach ihrem Problem und erfuhr, dass sie ihre kleine Tochter verloren hatte. Da hatte er Mitleid mit der Frau und vergoss Tränen.

Er befahl den Soldaten, denjenigen zu suchen, der ihre Tochter gekauft hatte, ihren Preis zu bezahlen und sie zurückzubringen. In weniger als einer Stunde brachten sie das kleine Mädchen zurück. Die Mutter rannte zu ihr, und ihr Gesicht bedeckte sich mit Staub (weil sie sich auf den Boden warf), während die Leute um sie herum zusahen und weinten.

Sie schaute zum Himmel, und wusste nicht was sie sagen sollte. Sie nahm ihre Tochter in die Arme und wurde dann zu ihrem Lager zurückbegleitet.”


[Aus dem Buch “Salah ad-Din al Ayyubi” von Abdullah Nasih Ulwan]

Kennen Teufel und Engel die Gedanken der Menschen?




      Kennen Teufel und Engel die Absichten und Gedanken der
      Menschen?


      Scheikh al-Islam ibn Taymiyah (rahimahullah) sagte:

      „Sie (die Engel) vernehmen einen guten Geruch (wenn der
      Mensch über eine gute Tat nachdenkt, wie von Sufyan ibn
      ‘Uyaynah berichtet wurde) oder einen schlechten Geruch. Doch
      die Teufel brauchen einen solchen Geruch nicht, um Bescheid
      zu wissen. Sie wissen, was im Herzen des Sohnes von Adam ist,
      und sie sehen und hören, was er zu sich selbst sagt.

      Weiterhin hat der Satan Einblick in das Herz des Menschen,
      denn wenn dieser Allahs gedenkt, dann zieht er sich zurück,
      und wenn er es vernachlässigt, Allahs zu gedenken, dann
      flüstert er ihm ein. Er weiß, ob der Mensch Allahs gedenkt
      oder es vernachlässigt, und er kennt die Gelüste und
      Begierden seines Herzen und lässt sie ihm attraktiv
      erscheinen.


      Es ist in al-Sahih belegt, in dem Hadith von Safiyyah
      (radiAllahu anha), dass der Prophet (sallAllahu alayhi wa
      sallam) sagte: „Der Schaytan fließt durch den Sohn Adams wie
      dessen Blut.“

      Die Nähe der Engel und des Schaytan zum Herzen des Sohnes von
      Adam ist etwas, das durch viele Überlieferungen bestätigt
      wird, sei der Mensch nun ein Mu'min oder nicht.“


      Majmu’ al-Fatawa, 5/508


      Scheikh ibn Baz (rahimahullah) wurde in einer längeren
      Fragestellung gefragt:

      „Wenn ich im Herzen etwas Gutes zu tun beabsichtige, weiß der
      Schaytan dann davon und versucht mich abzuhalten?“


      Er antwortete:

      „Jeder Mensch hat einen Teufel und einen Engel bei sich, wie
      der Prophet (sallAllahu alayhi wa sallam) sagte: ‘Es gibt
      niemanden, der nicht einen Gefährten von den Jinn und einen
      Gefährten von den Engeln bei sich hat.’ Die Leute fragten:
      ‘Selbst du, oh Gesandter Allahs?’ Er antwortete: ‘Selbst ich,
      doch Allah half mir und er wurde Muslim (oder: und ich bin
      sicher vor ihm), sodass er mich nur zum Guten aufruft.’


      Und er (sallAllahu alayhi wa sallam) informierte uns darüber,
      dass der Schaytan dem Menschen Übles einflüstert und ihn zum
      Schlechten aufruft und dass er Aufsicht über sein Herz hat.
      Er kann – durch Allahs Willen – sehen, was der Mensch will
      und beabsichtigt an guten und schlechten Taten. Der Engel hat
      auch etwas Kontrolle über sein Herz, wodurch er sich dem
      Guten zuneigt. Diese Kontrolle ist etwas, das Allah ihnen
      gegeben hat, d. h., Er hat den Gefährten von den Jinn und von
      den Engeln etwas Macht gegeben. Selbst der Prophet
      (sallAllahu alayhi wa sallam) hatte einen Schaytan bei sich,
      nämlich den Gefährten von den Jinn, wie in dem vorherigen
      Hadith erwähnt wurde.


      Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass jeder Mensch einen
      Gefährten von den Engeln und einen Gefährten von den Satanen
      bei sich hat. Der Mu‘min unterdrückt seinen Schaytan, indem
      er Allah gehorsam ist und sich an Seine Religion hält, und er
      erniedrigt seinen Schaytaan, bis dieser schwach wird und ihn
      nicht mehr vom Verrichten guter Dinge abhalten oder ihn zum
      Übel verführen kann außer dem, was Allah will. Doch der
      Sünder hilft seinem Schaytan durch seine Sünden und
      schlechten Taten, bis der Schaytan stark genug ist, um ihn
      zum falschen Weg zu verleiten, und ihn ermutigt, damit
      fortzufahren, und ihn abhält, Gutes zu tun.


      Der Mu'min muss Allah fürchten und sich darum bemühen, dem
      Schaytan zu widerstehen, indem er Allah und Seinem Gesandten
      gehorcht und bei Allah Zuflucht sucht vor dem Schaytan. Er
      sollte sich auch darum bemühen, seinen Engel im Gehorsam
      Allah und Seinem Gesandten gegenüber zu unterstützen und den
      Befehlen Allahs Folge zu leisten.“


      Fatawa al-Scheikh ibn Baz, 9/369
   
 



















Als die Seele Adams eingehaucht wurde


Salman Al-Farisi und Ibn ‘Abbas erwähnten die Geschichte von Adam, als dieser aufstehen wollte, bevor seine Seele seine Füße erreichte:

Als seine Seele in ihn eingehaucht wurde, drang sie von seinem Kopf aus abwärts in ihn ein. Als sie sein Gehirn erreichte, nieste er und sagte: “Alhamdulillah.” (Preis sei Allah.); und Allah sagte: “Möge dein Herr mit dir gnädig sein, oh Adam.”
Als sie seine Augen erreichte, öffnete er sie, und als sie seinen Körper und seine Gliedmaßen erreichte, begann er, sie voller Staunen anzublicken.
Er wollte aufstehen, bevor sie seine Füße erreichte, aber er konnte es nicht.
Er sagte: “Oh Herr, laß es geschehen bevor die Nacht kommt.“

Tafsir von Ibn Kathir zum Ayah 17:11 (“… der Mensch ist ja stets voreilig.”)


Quelle: quranundhadith.wordpress.com

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Fatwa: Mein Bruder will nicht, dass ich einen Tunesier heirate


Frage

 Ich bin Marokkanerin und mein Bruder weigert sich mit mir zu sprechen, seitdem ich einen Tunesier heiraten wollte. Er behauptet, dass er nicht mehr mein Bruder sei, und sagt, dass er alle Beziehungen zu mir abbrechen werde. Ich verstehe sein Verhalten nicht. Was sagt der Islâm dazu? Und was soll ich tun? Bitte helft mir, möge Allâh euch belohnen!

Antwort

Der Lobpreis ist Allâhs! Möge Allâh Seinen Gesandten in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken!

Und nun zur Frage:

Einem Vormund steht es nicht zu, eine Frau von der Heirat abzuhalten, wenn irgendein Geeigneter um deren Hand anhält. Eine unterschiedliche Sippe oder eine unterschiedliche Staatsangehörigkeit gelten nicht als ausreichende Begründung für eine Ablehnung, es sei denn, der Vormund hat einen Beweggrund für die Ablehnung der Heirat, und zwar einen klaren Nutzen für die Frau, wenn er ablehnt.

Wir raten dem erwähnten Bruder, ob er nun Vormund seiner Schwester ist oder nicht, dass er Allâh, den Erhabenen, fürchtet und die Dinge nach dem Islâm und nicht nach seiner Neigung und dem Nationalgefühl beurteilt. Wenn der Mann, der sich um die Heirat seiner Schwester bewirbt, geeignet für seine Schwester ist (mit "geeignet" ist nach Meinung der Gelehrten die Religion gemeint) und religiös und charaktervoll ist, soll er ihn akzeptieren. Der Prophet warnte vor der Zurückweisung desjenigen, der um Heirat bittet, wenn er religiös ist und gute Umgangsformen hat.

Wenn dieser Mann aber ein Frevler ist, dann ist er einer frommen Frau nicht ebenbürtig. Man darf dann Einspruch gegen diese Heirat einlegen. In diesem Fall raten wir der fragenden Schwester die Heirat mit diesem Mann abzulehnen und dabei ihrem Bruder Folge zu leisten.

Auf jeden Fall wollen wir hier zwei Dinge hervorheben:

Erstens: Es ist einer Frau nicht erlaubt, sich selbst zu verheiraten, vielmehr muss sie ihr nächster Vormund verheiraten. Wenn ihr Vormund sie von der Heirat abhält, dann steht es ihr zu, sich mit ihrem Fall zu einem islamischen Richter zu begeben.

Zweitens: Dem Bruder steht es nicht zu, seine Beziehung zu seiner Schwester abzubrechen, denn das Zerschneiden von Verwandtschaftsbanden gehört zu den großen Sünden. Der gegen das Verwandtschaftsverhältnis Verstoßende ist davon bedroht, dass er vom Betreten des Paradieses abgehalten wird und seine Beziehung zu Allâh – Allâh behüte! – abgebrochen wird. Wir raten allen Allâh zu fürchten, keinen Verstoß gegen die von Allâh festgesetzten Grenzen und keine Überbewertung der Probleme an. Diskussion und Verständigung sollen als Mittel zur Lösung dieses Problems dienen.

Allâh weiß es am besten.

Quelle: islamweb.net

Fatwa über die Beschneidung von Männern und Frauen





Über die Beschneidung bei Männern und Frauen
Frage: 

Könnt ihr mir sagen, was genau die Beschneidung ist, wo und wie sie gemacht wird? 

Antwort: 

Preis sei Allâh. 

Ibn Al-Qayyim ® hat ein sehr nützliches Buch über islamische Regeln bezüglich Neugeborener geschrieben. Es heißt Tuhfat Al-Maudûd fi Ahkâm Al-Maulûd. Dort ist ein ausführliches Kapitel über die Beschneidung und die entsprechenden Regeln aufgeführt. Das Folgende ist eine Zusammenfassung davon mit zusätzlichen Kommentaren einiger Gelehrter. 

1. Die Bedeutung der Beschneidung (Khitân) 
Khitân als Nomen beschreibt die Arbeit desjenigen, der eine Beschneidung durchführt (Khâtin). Es wird auch benutzt, um den Ort der Beschneidung zu spezifizieren, wie in dem Hadîth: „Wenn die beiden beschnittenen Teile (Al-Khitânân) sich berühren, wird Ghusl nötig.“ 
Bei Frauen verwendet man das Wort Khafad. Bei Männern nennt man es manchmal I’dhâr. Den Unbeschnittenen bezeichnet man als Aghlaf oder Aqlaf. (Tuhfat Al-Maulûd, 1/152). 

2. Die Beschneidung ist die Sunnah von Ibrâhîm und der Propheten nach ihm 

Al-Bukhâri (Nr. 629Cool und Muslim (2370) überliefern von Abu Hurairah (r.a.), dass der Gesandte Allâhs (a.s.s.) sagte: „Ibrâhîm (a.s.) vollzog für sich die Beschneidung, als er im Alter von achtzig Jahren war, und bediente sich dazu der Axt." 
Die Axt (Al-Qadûm) ist das Werkzeug eines Zimmermanns. Es wird auch gesagt, daß Al-Qadûm ein Ort in Syrien ist. 

Al-Hâfiz Ibn Hajar sagte: „Es liegt am nächsten, dass der Hadîth sich auf das Werkzeug bezieht. Abu Ya’la überliefert von ´Ali ibn Rabâh: ‚Ibrâhîm wurde befohlen, die Beschneidung bei sich selbst vorzunehmen. Er führte sie mit einer Axt durch, was ihm große Schmerzen verursachte. Dann offenbarte Allâh ihm die Worte: ‚Du beeiltest dich, es auszuführen, bevor Wir dir sagten, welches Werkzeug du benutzen sollst.’ Er antwortete: ‚Oh Herr, ich wollte die Ausführung deines Befehls nicht hinauszögern.’“ 

Ibn Al-Qayyim sagte: „Die Beschneidung war einer der Prüfungen Allâhs für Ibrâhîm, seinen erwählten Freund. Er bestand sie mit Bravour, und so machte Allâh ihn zu einem Führer für die Menschheit. Es wird überliefert, dass er der erste war, der beschnitten wurde, wie oben dargelegt. In beiden Sahîh-Werken wird gesagt, dass er die Beschneidung bei sich im Alter von 80 Jahren vornahm. Nach ihm wurde die Beschneidung zu einer Praxis unter den Gesandten und ihren Anhängern, selbst dem Messias. Er wurde beschnitten und die Christen bestätigen dies ohne es zu bestreiten. Genauso gestehen sie ein, dass ihm Schweinefleisch verboten war.“ (Tuhfat Al-Maulûd, Seite 158-159). 

Die Gelehrten sind jedoch unterschiedlicher Ansicht, ob die Beschneidung Pflicht oder empfohlen ist. 

Schaikh Ibn ´Uhtaimîn ® sagte: „Die korrekteste Meinung besagt, dass es für Männer Pflicht ist und für Frauen eine Sunnah. Der Unterschied zwischen beiden ist, dass es im Falle der Männer einem Zweck dient, der mit einer Bedingung für das Gebet zusammenhängt, nämlich dem Zustand der Reinheit. Denn wenn Urin aus der Harnröhre austritt, sammelt sich ein Teil davon unter der Vorhaut, was Infektionen verursachen kann durch körperliche Bewegung des Mannes. Und wenn die Vorhaut zusammengedrückt wird, kommen einige Tropfen Urin heraus, die Najâsah (Unreinheit) verursachen. Bei Frauen dient es einem nützlichen Zweck, nämlich die Begierde zu zügeln. Hier geht es darum, sich selbst zu vervollkommnen und nicht darum, etwas Schädliches zu vermeiden.“ (Asch-Scharh Al-Mumti’, 1/133-134). 

Das war auch die Ansicht von Imâm Ahmad ®. Ibn Qudâmah sagte in Al-Mughni (1/115): „Die Beschneidung ist für Männer Pflicht und für Frauen empfohlen. Für sie ist sie nicht verpflichtend.“ 
3. Wie die Beschneidung durchgeführt wird 

Ibn Al-Qayyim sagte: „Abu Al-Barakât schrieb in seinem Buch Al-Ghâyah: ‚Bei der Beschneidung wird beim Mann die Haut an der Spitze des Penis (Vorhaut) entfernt. Wenn er sie nur größtenteils entfernt, ist das in Ordnung. Es ist empfohlen, Frauen zu beschneiden, vorausgesetzt, dass dies nicht in extremer Weise geschieht. Von ´Umar wird überliefert, dass er zu einer Frau, die anderen Frauen beschnitt, sagte: ‚Lass einen Teil, wenn du beschneidest.’ Al-Khallâh sagte in Jâmi’: ‚Was bei der Beschneidung entfernt wird: Muhammad ibn Al-Husain sagte mir, dass Fadl ibn Ziyâd ihnen sagte: ‚Als Ahmad gefragt wurde, wieviel bei der Beschneidung entfernt werden soll, antwortete er: ‚Bis die Eichel sichtbar wird.’’’“ 

Ibn As-Sabbâgh schrieb in Asch-Schâmil: „Der Mann muss die Haut an der Spitze des Penis ganz entfernen, bis die Eichel vollständig sichtbar wird. Bei der Frau sollte die Haut, die etwas wie ein Hahnenkamm aussieht, zwischen den beiden Schamlippen vorne an der Vagina beschnitten werden. Bei der Beschneidung sollte der Rumpf wie eine Dattelkern gelassen werden.“ 

An-Nawawi sagte: „Die bekannteste Ansicht, die auch die korrekte ist, besagt, dass alles, was die Eichel bedeckt, entfernt werden muß.” (Al-Majmû’, 1/351). 

Al-Juwaini sagte: „Der Hadîth zeigt, dass [bei einer Frau] nicht zuviel entfernt werden sollte, denn er sagte: ‚Laß noch etwas vorstehen und übertreibe nicht bei der Beschneidung.’“ (Tuhfat Al-Maudûd, 190-192). 

Zusammengefasst sollte bei Männern die gesamte Haut an der Spitze des Penis entfernt werden, bei Frauen nur der Teil der Haut, die wie ein Hahnenkamm aussieht, an der Spitze der Vagina. 

4. Die Weisheit hinter der Beschneidung 

Männer können sich unmöglich von Urin komplett rein halten, solange sie nicht beschnitten sind, denn einige Tropfen sammeln sich unter der Vorhaut und man kann nie sicher sein, dass nicht etwas heraustropft und Kleidung und Körper verunreinigt. Daher war ´Abdullâh ibn ´Abbâs sehr streng bei der Frage der Beschneidung. Imâm Ahmad sagte: „´Ibn Abbâs war sehr hart in dieser Angelegenheit. Von ihm wird überliefert, dass es kein Hajj und Gebet für ihn gibt, d.h. wenn jemand nicht beschnitten ist, sind seine Hajj und sein Gebet ungültig.“ (Al-Mughni, 1/115). 

Bei Frauen liegt die Weisheit darin, ihre Begierde zu mäßigen. Schaikh Al-Islam Ibn Taimiyyah ® wurde danach gefragt, ob Frauen beschnitten werden sollten oder nicht. Er antwortete: „Ja, sie sollten beschnitten werden, d.h. dass die Spitze der Haut, die wie ein Hahnenkamm aussieht, entfernt wird. Der Gesandte Allâhs (a.s.s.) sagte zu der Frau, die Beschneidungen [bei anderen Frauen] durchgeführt hat: ‚Lass noch etwas herausgucken und übertreibe nicht bei der Beschneidung. Das lässt ihr Gesicht strahlender aussehen und gefällt eher ihrem Mann.’ Denn der Zweck der Beschneidung bei Männern liegt darin, sich von Unreinheiten fernzuhalten, die sich unter der Vorhaut ansammeln können. Bei Frauen dient die Bescheidung dazu, ihre Begierde zu mäßigen, denn wenn eine Frau nicht beschnitten ist, ist ihr Verlangen stark. Daher werden die Worte ‚Oh Sohn einer unbeschnittenen Frau’ als Beleidigung benutzt, weil eine unbeschnittene Frau ein stärkeres Verlangen hat. Daher ist unmoralisches Verhalten unter den Frauen der Tataren und anderen weit verbreitet, was bei den muslimischen Frauen nicht zu finden ist. Wird bei der Beschneidung übertrieben, wird das Verlangen an sich stark geschwächt, was die Männer unzufrieden machen wird. Führt man sie aber maßvoll durch, wird das angestrebte Ziel erreicht, nämlich die Zügelung der Begierde. Und Allâh weiß es am besten.” (Majmû’ Al-Fatâwa, 21/114). 

5. Es ist erlaubt, für die Beschneidung Geld zu bezahlen 

Ibn Qudâmah sagte: „Es ist erlaubt, für die Beschneidung und medizinische Behandlungen zu bezahlen. Wir wüßten von keiner anderen Meinung in dieser Frage, da es eine notwendige und in der Scharî’ah erlaubt Sache darstellt. Deswegen kann man Geld dafür bezahlen, wie für jede andere erlaubte Tat auch.“ (Al-Mughni, 5/314). 

Quelle: http://www.islam-qa.com/en/ref/9412/circumcision

ahlu-sunnah.com

Die Anleitung des Propheten (saws) bezüglich der Behandlung von Kummer und Depression


In den Sahihain (Bukhari und Muslim) wurde erzählt, dass der Gesandte Allahs صلى الله عليه و سلم sagte:
Es gibt keine Gottheit, die der Anbetung würdig ist, außer Allah, dem Größten, dem am meisten Nachsichtigen. Es gibt keine Gottheit, die der Anbetung würdig ist, außer Allah, dem Herrn des mächtigen Throns. Es gibt keine Gottheit, die der Anbetung würdig ist, außer Allah, dem Herrn der sieben Himmel, dem Herrn der Welt und dem Herrn des ehrenwerten Throns.
Auch berichtete Abu Dawud in seinen Sunan, dass Abu Bakrah bezüglich des Propheten صلى الله عليه و سلم erzählte, dass er sagte:
“Dies ist das Bittgebet derer, die von Leid (oder Schwierigkeiten) getroffen sind:
اللّهُمَ رَحْمَتَكَ أرجُو, فلا تَكِلْنِي إلى نَفْسِي طَرْفة عَيْن, وأصْلِح لِي شأْنِي كُلَّه, لا إِلَهَ إِلا أَنت
‘Oh Allah! Ich bitte Dich um Deine Gnade. Laß mich nicht für einen Augenblick auf mich allein angewiesen sein, und mache alle meine Angelegenheiten erfolgreich, und es gibt keinen Gott außer Dir.’
Auch berichtete Abu Dawud, dass Asmaa Bint ’Umays sagte, dass der Gesandte Allahs صلى الله عليه و سلم zu ihr sagte:
“Soll ich dich ein paar Worte lehren, die du rezitieren sollst, wenn du Kummer hast?
اللهُ رَبِّي لا أُشْرِك به شَيئًا
‘Allah ist mein Herr, mit Dem ich nichts und niemanden assoziiere.’
Imam Ahmad berichtete, dass Ibn Mas’ud sagte, dass der Prophet صلى الله عليه و سلم sagte:
Wann immer den Diener eine Traurigkeit oder Kummer befällt, und der Diener dann sagt:
Oh Allah! Ich bin Dein Diener, der Sohn Deines Dieners, der Sohn Deines weiblichen Dieners. Mein Stirnhaar (Schopf) ist in Deiner Hand (Deinem Griff). Deine Entscheidung über mich wird sicherlich eintreffen. Dein Urteil über mich ist sicherlich gerecht. Ich frage Dich bei allen Deinen Namen, die zu Dir gehören, und mit denen Du Dich selber benannt hast, ob Du sie in Deinem Buch geoffenbart hast, sie einige Deiner Geschöpfe gelehrt hast, oder sie für Dich behalten hast als in Deinem Wissen über das Unsichtbare. Mache den noblen Qur’an zur Quelle meines Herzens. zum Licht meiner Brust, zum Löscher meiner Traurigkeit und meines Kummers.’
Dann wird Allah seine Traurigkeit und seine Depression weg nehmen, und sie mit Freude ersetzen.”
Ebenso überlieferte At-Tirmidhi, dass Sa’d bin Abu Waqqas vom Gesandten Allahs صلى الله عليه و سلم berichtete, dass er sagte:
Das Bittgebet welches Thu An-Nun (Jonas) zum Herrn sprach, als er im Bauch des Wals war:
Es gibt keinen Gott außer Dir! Preis sei Dir! Gewiß, ich gehöre zu den Ungerechten.
Kein Muslim wird Allah damit um eine Sache bitten, ohne dass ihm positiv geantwortet wird.
Imam Ahmad berichtete im Musnad auch:
Wann immer der Prophet mit einer Sache beschäftigt war, stürzte er zum Gebet.
Außerdem sagt Allah:
Und sucht Hilfe in der Geduld und im Gebet.” (Qur’an 2:45)
In den Sunan ist auch überliefert: “Kehrt euch zum Jihad, denn er ist eines der Tore zum Paradies, mit welchem Allah Traurigkeit und Depression vertreibt.”
Es wurde auch von Ibn ‘Abbas رضي الله عنه erzählt, dass er vom Propheten صلى الله عليه و سلم berichtete, dass er sagte:
Wenn Traurigkeit und Kummer sich bei jemandem intensivieren, lasst ihn oft ‘laa haula wa laa quwwata illa billah‘ wiederholen.”
In den Sahihain ist auch überliefert, dass dieses Bittgebet ein Schatz des Paradieses ist, wobei At-Tirmidhi berichtete, dass es ein Tor des Paradieses ist.
Diese genannten Heilmittel bestehen aus 15 Arten. Wenn sie nicht ausreichen, um Traurigkeit, Depression und Kummer zu vertreiben, dann ist diese Krankheit chronisch geworden und muss komplett entfernt und abgebaut werden.
1. Die Bestätigung von Allahs Einzigkeit in Seiner Herrschaft.
2. Die Bestätigung von Allahs Einzigkeit in der Anbetung.
3. Der Glaube an den Tauhid (Es gibt keinen Gott außer Allah und Muhammad ist Sein Gesandter).
4. Das Preisen Allahs dafür, dass Er mit Seinen Dienern nicht ungerecht umgeht und dass Er sie nicht ohne Grund bestraft.
5. Das Bekenntnis des Dieners, dass er es selbst war, der unrecht getan hat.
6. Allah auf die Ihm liebste Art bitten, bei Seinen Namen, Attributen, wie z.B. Al-Hay und Al-Qayyum.
7. Sich von Allah abhängig machen und sich auf Ihn allein verlassen, in allem.
8. Der Diener bekennt, dass seine einzige Hoffnung in Allah liegt.
9. Das Erringen wahrer Abhängigkeit von Allah und der Bezug aller Dinge auf Ihn; mit dem Bekenntnis, dass des Dieners Schopf in Seinen Händen ist, und dass Er damit macht, was Er will. Außerdem das Bekenntnis, dass Allahs Beschluss über den Diener mit Sicherheit eintreffen wird, und dass Sein Urteil sicher gerecht ist.
10. Des Dieners Herz soll den Garten des Qur’an, wie die Tiere eine Quelle puren Wassers, geniessen. Der Diener soll das Licht des Qur’ans gegen die Dunkelheit von Verlangen und Lüsten benutzen. Der Qur’an soll sein Begleiter sein, wenn niemand anders da ist; der Trost, der jede Art von Unglück erleichtert; und die Heilung, die jede Krankheit auslöscht, die das Herz des Dieners befällt. Kurz, der Qur’an soll der Beseitiger von Traurigkeit und das Ende von Depression und Kummer sein.
11. Das Wenden zum Istighfar, Allahs Vergebung suchen.
12. Bei Allah bereuen.
13. Jihad um Allahs Willen vornehmen.
14. Das Verrichten des Gebets.
15. Alle Macht und Kraft Dem zuschreiben, Der sie in Seiner Hand hat.

aus “Healing with the medicine of the Prophet  صلى الله عليه و سلم ” von Ibn Qayyim Al-Jauziyah

Quelle: quranundhadith.wordpress.com